Meta Aktie: Abo-Modell gestartet
Meta testet ein kostenpflichtiges Instagram-Abonnement und treibt die Hardware-Entwicklung voran, während die Kapitalausgaben für KI auf bis zu 135 Milliarden US-Dollar steigen.

- Pilotphase für kostenpflichtiges Instagram Plus gestartet
- Neue Ray-Ban Smart Glasses mit KI-Funktionen vorgestellt
- Kapitalausgaben sollen auf bis zu 135 Milliarden steigen
- Aktie verzeichnet deutliche Verluste auf Monatssicht
Der Social-Media-Gigant wagt den nächsten strategischen Schritt abseits des klassischen Werbegeschäfts. Mit dem Start der Pilotphase für „Instagram Plus“ testet der Konzern ein neues Abo-Modell für Gelegenheitsnutzer. Gleichzeitig treibt das Management die Hardware-Entwicklung voran und nimmt dafür künftig dreistellige Milliardenbeträge in die Hand.
Neue Einnahmequellen im Fokus
Seit Ende März läuft der Testlauf für das kostenpflichtige Instagram Plus in Ländern wie Japan, Mexiko und den Philippinen. Für rund ein bis zwei US-Dollar monatlich erhalten Abonnenten Zusatzfunktionen wie anonymes Story-Viewing oder eine auf 48 Stunden verlängerte Sichtbarkeit von Beiträgen. Die Strategie dahinter zielt darauf ab, neben den volatilen Werbeeinnahmen einen verlässlichen, wiederkehrenden Geldfluss zu etablieren. Flankierend dazu lockt das neue „Facebook Creator Fast Track“-Programm gezielt Influencer von Plattformen wie TikTok und YouTube an. Mit garantierten Zahlungen von bis zu 3.000 US-Dollar für drei Monate und einer erhöhten Reichweite soll die Attraktivität des eigenen Ökosystems gestärkt werden.
Parallel dazu baut das Unternehmen sein Hardware-Portfolio aus. Erst heute präsentierte Meta neue Modelle der Ray-Ban Smart Glasses, die nun auch für Brillenträger mit Sehstärke konzipiert sind. Die Integration von KI-Funktionen wie Live-Übersetzungen und einer freihändigen Lebensmittelprotokollierung soll die Brillen für einen breiteren internationalen Markt öffnen.
Milliarden für die KI-Infrastruktur
Diese technologischen Innovationen erfordern enorme finanzielle Vorleistungen. Nach Investitionen von gut 72 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr plant das Management für 2026 gewaltige Kapitalausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden US-Dollar. Die Mittel fließen primär in die hauseigenen KI-Labore und die Unterstützung des Kerngeschäfts.
An der Börse sorgten zuletzt jedoch juristische Rückschläge für Gegenwind. Ende März verhängte ein Gericht in New Mexico eine Strafe von 375 Millionen US-Dollar mit der Begründung, die Plattformen würden der mentalen Gesundheit von Kindern schaden. Diese Belastungsfaktoren spiegeln sich in der jüngsten Kursentwicklung wider: Auf Monatssicht verzeichnet der Titel ein Minus von über 13 Prozent und notiert aktuell bei rund 488 Euro. Analysten lassen sich von den rechtlichen Hürden allerdings wenig beeindrucken. Morgan Stanley stuft das Papier weiterhin als „Top Pick“ mit einem Ziel von 775 US-Dollar ein, während der breite Konsens ein durchschnittliches Kursziel von 845 US-Dollar ausgibt.
Die geplante Ausweitung der Investitionsbudgets auf bis zu 135 Milliarden US-Dollar setzt das Management nun unter Zugzwang. Die erfolgreiche Skalierung des neuen Instagram-Abos und die internationale Markteinführung der erweiterten KI-Brillen müssen beweisen, dass sich diese enormen Vorleistungen zeitnah in profitables Umsatzwachstum übersetzen lassen.
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