Meta Aktie: Aggressive KI-Offensive
Meta vollzieht mit einer milliardenschweren Akquisition die strategische Wende hin zu kommerzieller KI. Die EU-Kommission prüft jedoch möglichen Wettbewerbsmissbrauch durch die neue WhatsApp-Richtlinie.

- Milliarden-Deal für KI-Startup Manus
- EU-Kommission prüft Wettbewerbsverhalten
- Aktie bleibt moderat bewertet
- Analysten sehen deutliches Aufwärtspotenzial
Meta läutet das Jahr 2026 mit einer deutlichen Kurskorrektur ein – allerdings strategisch, nicht an der Börse. Mit der 2-Milliarden-Dollar-Übernahme des Startups Manus verschiebt der Konzern den Fokus vom Metaverse hin zu kommerzieller KI-Technologie. Während Investoren die neue Ausrichtung auf sogenannte “Agentic AI” begrüßen, formiert sich in Europa bereits regulatorischer Widerstand gegen die damit verbundene Marktmacht.
Milliarden-Deal verändert die Strategie
Die am 29. Dezember verkündete Akquisition unterstreicht Metas Ambitionen, über reine Chatbots hinauszugehen. Manus gilt als Pionier für autonome KI-Agenten, die komplexe Aufgaben ohne ständige menschliche Eingabe erledigen können. Das Startup wuchs rasant und erreichte innerhalb von nur acht Monaten nach dem Start jährlich wiederkehrende Einnahmen von 100 Millionen Dollar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Meta?
Für Meta ist dies der größte KI-Zukauf seit der Beteiligung an Scale AI im vergangenen Jahr. Chef-Entwickler Alexandr Wang bestätigte bereits Pläne, die Technologie tief in Metas Ökosystem zu integrieren. Ziel ist es, die KI-Agenten sowohl für Endverbraucher als auch in Unternehmenslösungen wie WhatsApp Business nutzbar zu machen.
Gegenwind aus Brüssel
Die aggressive Expansion ruft jedoch die Wettbewerbshüter auf den Plan. Die EU-Kommission untersucht seit Dezember, ob Meta seine dominante Position missbraucht. Im Zentrum steht eine neue Richtlinie, die Drittanbietern von KI-Lösungen den Zugang zu WhatsApp Business faktisch versperrt, während Metas eigene Dienste bevorzugt werden. Ab Mitte Januar treten diese neuen Regeln für bestehende Anbieter in Kraft – ein Schritt, gegen den die italienische Wettbewerbsbehörde bereits erste Maßnahmen ergriffen hat.
Günstige Bewertung trotz Investitionsflut
Trotz der operativen Stärke und der strategischen Neuausrichtung bleibt die Aktie im Vergleich zu den anderen “Magnificent Seven” moderat bewertet. Mit einem geschätzten KGV von rund 22 für das Geschäftsjahr 2026 ist das Papier günstiger als beispielsweise Alphabet. Zum Handelsende am Freitag notierte der Titel bei 650,41 USD, was einem leichten Tagesverlust von 1,47 % entspricht.
Grund für den Bewertungsabschlag sind die massiven Kapitalkosten. Allein für 2025 wurden die Investitionsziele auf bis zu 72 Milliarden Dollar angehoben, primär für den Ausbau von Rechenzentren in den USA. Dennoch bleiben Analysten mehrheitlich optimistisch: 90 Prozent der Experten stufen die Aktie als Kauf ein und sehen im Schnitt deutliches Aufwärtspotenzial, getrieben durch die Hoffnung auf eine erfolgreiche Monetarisierung der KI-Dienste.
Der Schwenk von reiner Grundlagenforschung hin zu anwendungsorientierten KI-Agenten ist mit dem Manus-Kauf vollzogen. Die Integration der Technologie in den Geschäftskundenbereich von WhatsApp dürfte nun der entscheidende Testlauf werden, ob Meta die enormen Infrastrukturkosten durch neue, hochmargige Einnahmequellen rechtfertigen kann.
Meta-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Meta-Analyse vom 5. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Meta-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Meta-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Meta: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




