Meta Aktie: Aufgedeckte Unzulänglichkeiten?
Meta Platforms sieht sich mit Kartellvorwürfen der EU-Kommission zu WhatsApp-KI und zwei US-Gerichtsverfahren zum Kinderschutz konfrontiert, was die Aktie belastet.

- EU wirft Meta Kartellverstoß bei WhatsApp-KI vor
- Zwei US-Prozesse zu Kinderschutz und Suchtgefahr
- Aktienkurs zeigt nervöse Reaktion auf Nachrichten
- Mark Zuckerberg soll in US-Verfahren aussagen
Der Social-Media-Gigant gerät von zwei Seiten massiv unter Druck. Während die EU-Kommission wegen der WhatsApp-KI mit harten Bandagen kämpft und drastische Maßnahmen androht, starteten in den USA gleich zwei brisante Gerichtsprozesse zum Thema Kinderschutz. Anleger müssen sich auf unruhige Wochen einstellen, denn nun drohen empfindliche Regulierungseingriffe auf beiden Seiten des Atlantiks.
Brüssel macht ernst
Die Europäische Kommission hat am Montag ihre vorläufige Einschätzung übermittelt, dass Meta gegen EU-Kartellrecht verstößt. Stein des Anstoßes ist eine seit dem 15. Januar 2026 geltende Richtlinie, die Drittanbieter von KI-Assistenten faktisch von WhatsApp ausschließt. Dadurch bleibt Meta AI als einzige Option auf der Plattform bestehen.
Die Wettbewerbshüter sehen die Gefahr eines „ernsthaften und irreparablen Schadens“ für den Wettbewerb und drohen mit einstweiligen Maßnahmen. Vizepräsidentin Teresa Ribera betonte, man könne marktbeherrschenden Tech-Konzernen nicht erlauben, ihre Position illegal auszubauen. Meta wies die Vorwürfe zurück und verwies auf alternative Zugangsmöglichkeiten für KI-Dienste über App-Stores und Betriebssysteme.
Gerichtsprozesse in den USA
Parallel dazu begannen am Dienstag in den USA zwei aufsehenerregende Verfahren. In Los Angeles müssen sich Meta und die Google-Tochter YouTube gegen den Vorwurf verteidigen, ihre Plattformen würden Kinder gezielt abhängig machen. Der Anwalt der Kläger sprach von einer „konstruierten Sucht in den Gehirnen von Kindern“. Mark Zuckerberg soll im Verlauf des auf sechs bis acht Wochen angesetzten Prozesses persönlich aussagen.
Gleichzeitig eröffnete der Generalstaatsanwalt von New Mexico, Raúl Torrez, ein Verfahren, das Meta vorwirft, Facebook und Instagram nicht ausreichend vor Online-Kindesmissbrauch geschützt zu haben. Torrez argumentiert, Meta habe ein Produkt geschaffen, das die Ausbeutung von Kindern begünstige.
Aktie im Fokus
Der regulatorische Gegenwind ist global spürbar. Bereits zuvor hatten Behörden in Italien und Brasilien ähnliche Einschränkungen gegen Metas KI-Strategie verhängt. Die Aktie reagierte zuletzt nervös auf die Nachrichtenlage und handelte in den vergangenen Sitzungen in einer Spanne zwischen 657,10 und 679,27 US-Dollar. Gestern schloss das Papier bei 668,69 US-Dollar.
Angesichts der erwarteten Prozessdauer von bis zu zwei Monaten und der drohenden Eilverfügung aus Brüssel bleibt die Rechtsunsicherheit vorerst der dominierende Faktor für den Kursverlauf.
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