Meta Aktie: Brasilien-Ärger eskaliert?
Citi erhöht das Kursziel, während Meta neue Plattformfunktionen einführt und in Brasilien sowie Florida mit Prüfungen konfrontiert ist.

- Aktienkurs sinkt um 3,9 Prozent
- Citi hebt Kursziel auf 895 Dollar
- WhatsApp-Anrufe ohne eigenes Konto möglich
- Florida verlangt Plattformanpassungen zum Jugendschutz
Die Meta-Aktie geriet am vergangenen Freitag im Sog eines breiten Ausverkaufs im Technologiesektor spürbar unter Druck. Auslöser der Abgaben an den US-Märkten waren wachsende Sorgen über die Nachhaltigkeit der hohen Investitionen in künstliche Intelligenz sowie anziehende Anleiherenditen, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete. Zum Handelsschluss am Freitag verbuchte der Titel einen Tagesverlust von 3,9 Prozent auf 631,20 Euro.
Damit vergrößerte sich der Abstand zum jüngst erreichten 52-Wochen-Hoch von 689,00 Euro auf 8,4 Prozent. Die marktweiten Umschichtungen trafen führende Technologiekonzerne gleichermaßen, ungeachtet operativer Fortschritte im Vorfeld der anstehenden Berichtsperiode.
Rückenwind von Analysten vor den Quartalszahlen
Trotz der Eintrübung an den Märkten blicken mehrere Analysehäuser zuversichtlich auf die anstehende Veröffentlichung der Zwischenbilanz. Meta plant, die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 am 21. Oktober nach Börsenschluss in den USA vorzulegen. Begleitend findet eine Telefonkonferenz für Anleger statt.
Die US-Bank Citi hob am 15. Oktober ihr Kursziel für Meta von 800 $ auf 895 $ an und bestätigte ihre Einstufung mit „Buy“. Die Experten begründeten diesen Schritt mit einer verbesserten Produkt-Roadmap bis ins Jahr 2027 sowie einem positiven Ausblick auf das dritte Quartal. Parallel dazu beließ JPMorgan am selben Tag die Einstufung auf „Overweight“. Weitere Häuser passten ihre Kursmarken in den vergangenen Tagen ebenfalls nach oben an.
Produkterweiterungen und behördliche Prüfungen
Auf der operativen Seite setzt der Konzern die Weiterentwicklung seiner Kernplattformen fort. Das Unternehmen teilte mit, dass Einladungen zu WhatsApp-Anrufen künftig auch an Personen verschickt werden können, die über kein eigenes WhatsApp-Konto verfügen.
Zudem führte die Plattform KI-gestützte Steuerungsfunktionen für Facebook Feed und Reels ein, mit denen Anleger und Nutzer ihre Interessen in eigenen Worten beschreiben können, um die angezeigten Inhalte zu beeinflussen.
Gleichzeitig bleibt das regulatorische Umfeld anspruchsvoll. In Brasilien wies Meta Vorwürfe einer politischen Einflussnahme im Präsidentschaftswahlkampf zurück. Das dortige oberste Wahlgericht hatte dem Konzern zuvor Maßnahmen zur Gewährleistung der Gleichbehandlung der Kandidaten vor der Stichwahl am 25. Oktober auferlegt, verbunden mit einer Zwangsgelddrohung von 500.000 Reais pro Tag bei Nichtbeachtung.
Medienberichten zufolge fordert zudem der US-Bundesstaat Florida in einem laufenden Rechtsstreit per gerichtlicher Anordnung Anpassungen auf Instagram und Facebook zum Schutz jüngerer Nutzer.
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