Meta Aktie: Brille, Milliarden, Gerichtsurteil

Meta startet KI-Korrekturbrillen und erhöht die Investitionen in KI massiv, während ein Gerichtsurteil zu Social-Media-Sucht neue Risiken aufzeigt.

Die Kernpunkte:
  • Marktstart für KI-fähige Korrektionsbrillen
  • Investitionsausgaben steigen auf bis zu 135 Milliarden Dollar
  • Gerichtsurteil zu suchtfördernden Plattform-Mechanismen
  • Aktienkurs erholt sich nach jüngstem Rückgang

Meta hat am Mittwoch gleich auf mehreren Ebenen Schlagzeilen gemacht. Neue KI-Brillen, ein massiver Investitionsplan und ein wegweisendes Gerichtsurteil — der Konzern bewegt sich gleichzeitig in sehr unterschiedliche Richtungen.

Neue Hardware für den Massenmarkt

Mit den Modellen Ray-Ban Meta Blayzer Optics und Ray-Ban Meta Scriber Optics betritt Meta ein neues Segment: Korrektionsbrillen mit KI-Integration. Ab 499 Dollar sind die Geräte in den USA vorbestellbar, der Verkaufsstart bei Optikern ist für den 14. April geplant. Entwickelt wurden sie gemeinsam mit EssilorLuxottica. Zuckerberg hatte den Markt für Sehkorrekturen bereits zuvor als strategisch wichtige Zielgruppe für „persönliche Superintelligenz“ bezeichnet.

Der Kursanstieg von knapp 4 Prozent am Mittwochmorgen dürfte jedoch weniger allein auf den Brillen-Launch zurückzuführen sein. Berichte über eine mögliche Entspannung im Nahen Osten sorgten für Rückenwind im gesamten Technologiesektor.

Milliarden für KI-Infrastruktur

Hinter der Hardware steckt eine deutlich größere Wette. Meta plant für 2026 Investitionsausgaben zwischen 115 und 135 Milliarden Dollar — nach 72,2 Milliarden im Vorjahr eine massive Steigerung. Für die zweite Jahreshälfte hat der Konzern bereits MI450-Beschleuniger von AMD gesichert, die die KI-Infrastruktur ausbauen sollen.

Rechtliche Belastungen bleiben

Am 25. März verurteilte eine Jury in Los Angeles Meta und Google in einem Verfahren rund um Social-Media-Sucht: Die Plattformen seien bewusst mit suchtfördernden Mechanismen entwickelt worden, die Jugendlichen schadeten. Das Urteil gilt als richtungsweisend für künftige Klagen.

Zusätzlich muss Meta seine Marketingstrategie anpassen: Ab dem 15. April wird die Bezeichnung „PG-13″ für Teen Accounts weitgehend aufgegeben — nach einer Abmahnung der Motion Picture Association wegen Markenverletzung.

Trotz der heutigen Erholung liegt die Aktie auf Jahressicht noch rund 19 Prozent im Minus. Analysten sehen die aktuelle Bewertung von etwa dem 15- bis 16-fachen der für 2027 erwarteten Gewinne als Einstiegspunkt für Privatanleger nach dem jüngsten Kursrückgang.

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