Meta Aktie: China-Prüfung belastet
Meta Platforms sieht sich mit regulatorischer Prüfung einer milliardenschweren KI-Übernahme in China und Lieferengpässen für Smart Glasses konfrontiert. Analysten bleiben dennoch überwiegend optimistisch.

- China prüft möglichen Exportkontrollverstoß bei KI-Übernahme
- Internationale Markteinführung von Smart Glasses gestoppt
- Neuer Chefanwalt mit Regierungserfahrung ernannt
- Analystenmehrheit hält weiterhin an Kaufempfehlung fest
Meta Platforms steht vor einer ungewöhnlichen Gemengelage: Während chinesische Regulierer eine milliardenschwere KI-Übernahme auf den Prüfstand stellen, muss der Konzern gleichzeitig die internationale Expansion seiner gefragten Smart Glasses auf Eis legen. Die Aktie gab am Mittwoch um 1,81 Prozent nach.
Übernahme im Visier Pekings
Im Zentrum der aktuellen Unsicherheit steht Metas Kauf des KI-Start-ups Manus für zwei Milliarden Dollar. Laut einem Bericht der Financial Times untersucht Chinas Handelsministerium, ob der Deal gegen Technologie-Exportkontrollen verstößt. Der Vorwurf: Manus könnte durch die Verlegung seines Hauptsitzes von Peking nach Singapur im Jahr 2025 versucht haben, geopolitische Restriktionen zu umgehen – ein Vorgehen, das in der Branche als “Singapore Washing” bekannt ist.
Falls die Behörden zu dem Schluss kommen, dass für den Technologietransfer eine Exportlizenz erforderlich war, könnte Peking die Transaktion blockieren oder beeinflussen. Das wäre ein empfindlicher Rückschlag für Metas KI-Strategie, die stark auf externe Zukäufe setzt.
Smart Glasses: Erfolg wird zum Problem
Parallel dazu stoppt Meta die geplante Markteinführung seiner Ray-Ban Meta Smart Glasses in Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada. Der Grund klingt paradox: Die Nachfrage in den USA übersteigt das Angebot derart, dass die Wartelisten bis weit ins Jahr 2026 reichen. Für das Unternehmen bedeutet das einerseits Bestätigung für seine Reality-Labs-Investitionen, andererseits aber auch entgangene Umsätze in wichtigen Märkten.
Die Engpässe offenbaren zudem Schwachstellen in der Lieferkette – ein Risiko, das angesichts der hohen Nachfrage kurzfristig nicht behoben werden kann.
Neuer Chefanwalt mit Regierungserfahrung
Zeitgleich mit diesen Entwicklungen hat Meta Curtis “C.J.” Mahoney als neuen Chief Legal Officer ernannt. Mahoney, zuvor bei Microsoft und als stellvertretender US-Handelsbeauftragter tätig, ersetzt Jennifer Newstead. Die Personalie dürfte kein Zufall sein: Mit seiner Erfahrung in Regierungsverhandlungen ist Mahoney gut gerüstet für die zunehmend komplexe regulatorische Lage, in der sich Meta bewegt.
Bewertung und Ausblick
Trotz der aktuellen Belastungen bleibt die Mehrheit der Analysten optimistisch. 38 von 45 Experten raten laut TipRanks zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 828 Dollar – deutlich über dem aktuellen Niveau.
Am 28. Januar folgen die Quartalszahlen. Dann dürfte sich zeigen, ob Meta Fortschritte bei der Auflösung der Lieferengpässe gemacht hat und wie der Stand bei der Manus-Übernahme ist. Für eine nachhaltige Erholung in Richtung der 800-Dollar-Marke braucht es Klarheit auf beiden Fronten.
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