Meta Aktie: Kunal Shah neuer WhatsApp-Chef

Kunal Shah übernimmt WhatsApp-Führung, während Meta 900 Millionen in sein Startup CRED investiert und den KI-Kurs forciert.

Die Kernpunkte:
  • WhatsApp bekommt neuen Leiter
  • Milliardeninvestment in indisches Fintech
  • Meta baut tausende Stellen ab
  • Aktie trotz Umsatzplus unter Druck

Meta Platforms setzt seinen Umbau fort. Das Unternehmen ernennt Kunal Shah, Gründer des indischen Fintechs CRED, zum neuen Chef von WhatsApp. Gleichzeitig investiert Meta 900 Millionen Dollar in CRED – bewertet wird das Startup damit mit 4,5 Milliarden Dollar.

Shah tritt die Nachfolge von Will Cathcart an, der WhatsApp sieben Jahre lang führte. CRED hat rund 17 Millionen Mitglieder und wickelt einen erheblichen Teil der Kreditkartenzahlungen in Indien ab. Das Kapital von Meta soll die Präsenz im boomenden digitalen Finanzmarkt des Landes weiter stärken.

Interne Spannungen nehmen zu

Die externen Wachstumsschritte fallen in eine Zeit des internen Umbruchs. Meta bestätigte den Abgang der KI-Managerin Emily Dalton Smith. Der Konzern hatte zuvor einen Kurswechsel hin zur künstlichen Intelligenz eingeleitet.

CTO Andrew Bosworth räumte in internen Mitteilungen ein, dass die Mitarbeitermoral den tiefsten Stand seit zwei Jahrzehnten erreicht habe. Meta kürzte zugleich rund 8.000 Stellen – zehn Prozent der Belegschaft. Neue Regeln begrenzen die Zahl direkter Berichte pro Manager auf 20. Zudem stockt Meta die Budgets für Mitarbeiterwohlfahrt und Dienstreisen auf.

Milliarden für KI – Aktie unter Druck

Meta hat für 2026 Investitionen zwischen 125 und 145 Milliarden Dollar eingeplant. Das Geld fließt in die Infrastruktur für Echtzeit-KI. Der Umsatz stieg im ersten Quartal um 33 Prozent auf 56,31 Milliarden Dollar. Dennoch gerät die Aktie unter Druck.

Am Montag notiert das Papier bei 495,10 Euro – ein Minus von 1,06 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 677,80 Euro aus dem Juli 2025 trennen die Aktie knapp 27 Prozent. Analysten fragen sich, wie sich die aggressiven KI-Investitionen und neue Abonnement-Produkte auf die Margen auswirken. Meta stemmt sich gegen milliardenschwere Verluste in der Reality-Labs-Sparte, während das Werbegeschäft weiter trägt.

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