Meta Aktie: Muse for Small Business vorgestellt

Wells Fargo erhöht sein Kursziel, während Citigroup für Muse bis 2030 mehr als 27 Milliarden Dollar Umsatz veranschlagt.

Die Kernpunkte:
  • Wells Fargo hebt Kursziel auf 1.000 Dollar
  • Citigroup erwartet über 27 Milliarden Dollar Umsatz
  • Meta erweitert KI-Angebote für Unternehmen
  • New Mexico fordert Milliardenstrafe gegen Meta

Gleich zwei große Analysehäuser trauen dem Technologiekonzern Meta durch seine jüngste Produktoffensive erhebliche Zuwächse zu. Am gestrigen Dienstag schraubten Experten ihre Prognosen für das Unternehmen deutlich nach oben. Grund für den Optimismus ist vor allem der KI-Assistent Muse, dem Analysten eine zentrale Rolle für künftige Konzernerlöse zuschreiben.

Im gestrigen Handel schloss das Papier bei 656,50 Euro. Damit trennen den Titel lediglich 4,3 Prozent von seinem 52-Wochen-Hoch, das am 25. September bei 685,90 Euro markiert worden war.

Hohe Kursziele und Milliardenerwartungen

Wells Fargo stufte die Aktie am Dienstag weiterhin mit „Overweight“ ein und hob das Kursziel drastisch von 796 $ auf 1.000 $ an. Die Analysten begründeten diesen Schritt damit, dass die Begeisterung am Markt für den Produktzyklus rund um den KI-Assistenten Muse berechtigt sei.

Laut einem Bericht von Reuters sieht auch Citigroup enormes Potenzial in der Technologie. Das Bankhaus schätzte am Dienstag, dass der Assistent bis zum Jahr 2030 mehr als 27 Milliarden $ an Umsatz für Meta generieren könnte. Als wesentliche Treiber für diese Entwicklung nannten die Experten die zunehmende Akzeptanz und die wachsende Nutzerbindung.

Die hohen Erwartungen der Wall Street spiegeln die Hoffnung wider, dass sich die massiven Investitionen in künstliche Intelligenz schneller als gedacht in handfesten Einnahmen niederschlagen.

Ausbau für Firmenkunden schreitet voran

Meta hatte in den vergangenen Wochen wichtige Schritte unternommen, um die Technologie im kommerziellen Umfeld zu verankern. Ende September stellte der Konzern Muse for Small Business vor. Diese Anwendung verbindet sich direkt mit Geschäftskonten auf Facebook und Instagram sowie mit Meta-Werbekonten und externen Business-Tools.

Um die Kontrolle bei den Unternehmen zu belassen, erfordern Aktionen wie das Veröffentlichen von Inhalten, das Versenden von Nachrichten oder das Tätigen von Ausgaben eine ausdrückliche Nutzerfreigabe.

Zuvor hatte der Konzern am 28. September bereits die Meta Enterprise Platform an den Start gebracht. Mit diesem Angebot stellt das Unternehmen Werkzeuge wie Muse, den Meta Business Agent sowie Entwicklerschnittstellen wie die Muse API und Muse Code für Firmen und Programmierer bereit. Im Zuge dessen übernahm Chirantan „CJ“ Desai die Position des Chief Enterprise Platform Officer.

Juristischer Gegenwind aus New Mexico

Trotz der geschäftlichen Aufbruchstimmung bleibt das regulatorische und juristische Umfeld für Meta anspruchsvoll. Anfang Oktober forderte der US-Bundesstaat New Mexico von einem Richter, gegen Meta Strafen in Höhe von 35 Milliarden bis 40 Milliarden $ zu verhängen. Vorausgegangen war ein Geschworenenurteil, wonach das Unternehmen Verbraucher beim Datenschutz auf Facebook getäuscht habe.

Meta wies diese Forderung zurück und forderte das Gericht auf, die verhängte Strafe auf maximal 3,45 Milliarden $ zu begrenzen. Anleger dürften das Verfahren aufmerksam beobachten, auch wenn das operative Geschäft durch den Ausbau der KI-Dienste derzeit für frischen Rückenwind sorgt.

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