Meta Aktie: Neueste Einschätzungen
Meta reduziert massiv Investitionen in das defizitäre Reality Labs und verlagert Ressourcen auf KI-Produkte. Gleichzeitig wird die Führungsebene neu aufgestellt und eine schärfere Leistungskultur eingeführt.

- Stellenabbau und Schließungen im VR-Bereich
- Milliardenverluste bei Reality Labs stoppen
- Fokus auf KI-Wearables wie Smart Glasses
- Neue Präsidentin für strategische Partnerschaften
Meta zieht bei seinem teuren Metaverse-Projekt spürbar die Bremse und lenkt massiv Ressourcen in Künstliche Intelligenz und Wearables um. Gleichzeitig stärkt der Konzern seine Führungsebene und schärft die eigene Leistungskultur. Die entscheidende Frage für Anleger lautet: Wie konsequent setzt Meta diesen Strategiewechsel um – und was bedeutet das für die Profitabilität?
Harte Einschnitte bei Reality Labs
In dieser Woche hat Meta rund 1.500 Stellen im Bereich Reality Labs gestrichen, etwa 10 % der rund 15.000 Mitarbeitenden in der Sparte. Besonders betroffen sind Teams, die an VR-Headsets und der Social-VR-Plattform Horizon Worlds arbeiten.
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CTO Andrew Bosworth bezeichnete ein All-Hands-Meeting am Mittwoch als das „wichtigste“ des Jahres – ein klarer Hinweis auf die Tragweite der Maßnahmen. Die Kürzungen gehen weit über Personalabbau hinaus:
- Schließung mehrerer VR-Gamestudios (u.a. Armature Studio, Twisted Pixel, Sanzaru)
- Einstellung von Oculus Studios Central Technology
- Die VR-Fitness-App Supernatural, 2023 für 400 Mio. US-Dollar übernommen, wird in einen reinen Wartungsmodus mit Minimalteam versetzt
Meta bestätigt den strategischen Hintergrund offen: Man verlagere Investitionen vom Metaverse hin zu Wearables. Der Konzern zieht damit die Konsequenz aus einer jahrelangen Fehlinvestitionsphase im VR-Bereich.
Milliardenverluste und neue Prioritäten
Reality Labs hat seit Ende 2020 kumulierte Verluste von über 70 Mrd. US-Dollar angehäuft. Allein im dritten Quartal 2025 lag das Minus bei 4,4 Mrd. Dollar – bei lediglich 470 Mio. Dollar Umsatz. Diese Diskrepanz macht deutlich, warum Meta nun so konsequent gegensteuert.
Künftig sollen die Mittel verstärkt in KI-gestützte Wearables fließen. Besonders im Fokus stehen die Ray-Ban Meta Smart Glasses, die inzwischen mehr als zwei Millionen Mal verkauft wurden und deutlich bessere Nachfrage zeigen als klassische VR-Brillen. Der Umbau zielt damit klar auf Produkte, die näher am Massenmarkt sind und schneller Erlöse liefern können.
Neue Präsidentin für die KI-Offensive
Parallel zum Sparkurs bei Reality Labs baut Meta das Top-Management aus. Am Montag wurde Dina Powell McCormick zur President und Vice Chairman in einer neu geschaffenen Rolle ernannt. Sie kommt aus dem Vorstand von Meta und bringt Erfahrung als Goldman-Sachs-Partnerin und Beraterin in der US-Regierung mit.
Laut Mark Zuckerberg soll Powell McCormick vor allem strategische Kapitalpartnerschaften verantworten und mit den Teams für Rechenleistung und Infrastruktur zusammenarbeiten. Hintergrund sind die milliardenschweren KI-Investitionen des Konzerns: Datacenter-Ausbau, Energiedeals und der Umgang mit Behörden erfordern eine Führungskraft, die globale Finanz- und Politiknetzwerke zusammenbringt. Die Personalie unterstreicht, dass Meta den KI-Ausbau nicht nur technologisch, sondern auch finanziell und regulatorisch sauber absichern will.
Schärfere Leistungskultur mit „Checkpoint“
Zusätzlich zu Strategie- und Personalumbau führt Meta ein neues Performance-System ein. Das Programm „Checkpoint“, vorgestellt am 13. Januar, teilt Mitarbeitende künftig in vier Leistungskategorien ein. Top-Performer sollen stärker belohnt werden.
Geplant sind zwei Beurteilungsrunden pro Jahr mit halbjährlichen Bonuszahlungen. Am 22. Januar will Meta das System in einem unternehmensweiten Meeting erläutern. „Checkpoint“ greift ab dem Performance-Zyklus 2026. Nach den früheren „Jahr der Effizienz“-Programmen zieht Meta die Zügel damit erneut an und koppelt Vergütung enger an messbare Leistung – passend zum Kostendruck aus den hohen KI- und Infrastrukturinvestitionen.
Aktie: Stabilisierung nach starkem Jahr
An der Börse fällt die Reaktion bislang eher nüchtern aus. Die Aktie schloss gestern bei 620,80 US-Dollar und liegt auf Sicht von 30 Tagen trotz Rücksetzern in dieser Woche noch deutlich im Plus. Vom 52‑Wochen-Hoch bleibt aber ein spürender Abstand, während der Kurs klar über dem Jahrestief notiert – ein Bild einer Aktie, die nach einem starken Lauf konsolidiert, aber nicht unter massivem Druck steht.
Wichtige Wegmarke: Zahlen Ende Januar
Spätestens mit den Q4- und Jahreszahlen 2025 am Mittwoch, 28. Januar 2026, wird Meta die finanziellen Folgen des Reality-Labs-Umbaus konkret beziffern. Dann will der Konzern erstmals offiziell zum Restrukturierungsprogramm Stellung nehmen und aktualisierte Investitionspläne für 2026 vorlegen.
Schon bisher hatte Meta angedeutet, dass die Investitionsausgaben 2026 „deutlich höher“ liegen sollen als die 70–72 Mrd. US-Dollar für 2025 – vor allem getrieben durch KI-Infrastruktur. Entscheidend wird, in welchem Tempo Meta zusätzliche Erlösquellen aus KI und Wearables aufzeigt und wie stark die Verluste bei Reality Labs nach dem Einschnitt tatsächlich zurückgehen.
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