Meta Aktie: UBS senkt Kursziel auf 766 Dollar
UBS und andere Banken reduzieren die Kursziele für Meta, während die Aktie eine starke Erholung zeigt. Die hohen KI-Investitionen belasten die Gewinnaussichten.

- UBS senkt Kursziel auf 766 Dollar
- Hohe KI-Investitionen belasten Margen
- Aktie erholt sich trotz Analystenskepsis
- Quartalszahlen am 29. Juli erwartet
UBS senkt das Kursziel für Meta Platforms auf 766 US-Dollar von zuvor 865 US-Dollar. Die Bank empfiehlt die Aktie dennoch weiter zum Kauf. Wenige Wochen vor den Quartalszahlen sendet Wall Street damit ein widersprüchliches Signal: vorsichtiger bei den Zielen, optimistisch beim Rating.
Der Schritt kam am 13. Juli und betraf nicht nur Meta. UBS strich auch bei Alphabet das Kursziel zusammen. Der Grund: steigende Kosten für den Ausbau der KI-Infrastruktur, die auf die Gewinnmargen der gesamten Branche drücken.
Mehrere Banken korrigieren gleichzeitig
Morgan Stanley bestätigte am selben Tag sein Rating für Meta, mit einem Kursziel von 775 Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 12,56 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Wenige Tage zuvor hatte bereits Citizens JMP sein Ziel auf 800 Dollar gesenkt.
Das Muster zieht sich durch den gesamten Sektor. Analysten kürzen kurzfristig die Kursziele für Alphabet, Meta und Amazon – heben aber gleichzeitig ihre langfristigen Prognosen für die KI-Investitionen der Branche an. Die Stimmung bleibt trotzdem mehrheitlich konstruktiv: 63 Analysten bewerten Meta im Schnitt mit „Strong Buy“, das durchschnittliche Zwölf-Monats-Kursziel liegt bei 826,63 Dollar.
Die Investitionskosten treiben die Debatte
Im Zentrum der Diskussion steht Metas Investitionsprogramm. 2025 stiegen die Investitionsausgaben um 84 Prozent auf 72,2 Milliarden Dollar. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit Ausgaben zwischen 125 und 145 Milliarden Dollar.
Morgan Stanley weist zusätzlich darauf hin, dass die Investitionsausgaben der gesamten Big-Tech-Branche neue Rekordwerte erreichen dürften. Analysten müssen deshalb zwei gegenläufige Trends gegeneinander abwägen: enorme Ausgaben auf der einen Seite, ungleichmäßige Fortschritte bei der Monetarisierung auf der anderen.
Aktie zeigt starke Erholung
An der Börse hat sich die Skepsis bislang kaum niedergeschlagen. Die Meta-Aktie schloss zuletzt bei 577,30 Euro – ein Plus von 7,07 Prozent in den vergangenen sieben Handelstagen und 12,80 Prozent im Monatsvergleich. Auf Jahressicht bleibt aber ein Minus von 6,56 Prozent stehen.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 677,80 Euro aus dem Juli 2025 trennen die Aktie noch knapp 15 Prozent. Zum Tief von 452,10 Euro, das erst im März markiert wurde, beträgt der Abstand fast 28 Prozent. Sowohl der 50-Tage-Durchschnitt bei 518,68 Euro als auch der 200-Tage-Durchschnitt bei 547,70 Euro liegen deutlich unter dem aktuellen Kurs – ein Zeichen für die Kraft der jüngsten Rally.
Der 14-Tage-RSI von 64,9 deutet auf eine zunehmend überkaufte Situation hin. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von gut 50 Prozent zeigt zusätzlich, wie nervös der Markt die Aktie aktuell handelt.
Quartalszahlen als nächster Test
Für das zweite Quartal hat Meta einen Umsatz zwischen 58 und 61 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Der Analystenkonsens liegt etwas enger gefasst zwischen 59,8 und 60,2 Milliarden Dollar. Entscheidend dürfte weniger die Umsatzzahl selbst werden als die aktualisierte Prognose zu den Investitionsausgaben.
Meta veröffentlicht die Zahlen am 29. Juli. Dann zeigt sich, ob die milliardenschweren KI-Investitionen bereits messbare Erträge liefern – oder ob die vorsichtigeren Kursziele der Analysten der richtige Kompass sind.
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