Meta Aktie: Umbau unter Druck

Meta konzentriert sich auf massive KI-Investitionen, kürzt gleichzeitig Mitarbeiteraktien und steht vor Gerichtsverfahren zum Jugendschutz. Die strategische Neuausrichtung hat Auswirkungen auf Kosten und Produkte.

Die Kernpunkte:
  • National Parent Teacher Association beendet Partnerschaft
  • Aktienvergütung für viele Mitarbeiter erneut gekürzt
  • Kapitalausgaben für KI sollen sich 2026 fast verdoppeln
  • Neue Infrastruktur-Allianz mit NVIDIA geschlossen

Meta steht gleichzeitig an zwei Fronten: vor Gericht geht es um den Schutz von Kindern und Jugendlichen auf den eigenen Plattformen, intern wird die Vergütung umgebaut, um Milliarden für KI-Infrastruktur freizuschaufeln. Beides greift ineinander – denn es zeigt, wie stark sich die Prioritäten des Konzerns gerade verschieben. Was heißt das konkret für Produkte, Kosten und Kultur im Unternehmen?

PTA beendet Finanzierung

Die National Parent Teacher Association (PTA) will ihre Finanzierungsbeziehung mit Meta nicht verlängern. Das geht laut CNBC aus einem Schreiben der PTA-Präsidentin Yvonne Johnson an die Mitglieder hervor. Konkret werde man für 2026 keine erneute Förderung von Meta für „PTA Connected“ anstreben.

Der Zeitpunkt ist heikel: Meta muss sich parallel in Kalifornien und New Mexico in Verfahren zur Kindersicherheit verantworten. In Los Angeles sagte CEO Mark Zuckerberg diese Woche in einem Prozess aus, in dem behauptet wird, Design-Elemente von Instagram hätten zu Schäden bei der psychischen Gesundheit junger Nutzer beigetragen. In New Mexico wirft der Generalstaatsanwalt dem Konzern laut CNBC vor, die Plattformen nicht ausreichend vor Online-Predatoren geschützt zu haben.

Zusätzliche Brisanz bekam das Verfahren in New Mexico durch neu entsiegelte Gerichtsunterlagen. Darin werden interne Diskussionen über rund 7,5 Millionen jährliche Meldungen zu Darstellungen sexuellen Kindesmissbrauchs thematisiert, die nach Metas Einführung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung im Messenger nicht mehr offengelegt würden, so CNBC. Die Kooperation mit der PTA bestand seit 2017 und endete dem Schreiben zufolge zum 31. Dezember 2025.

Aktienprogramme gekürzt, Top-Talente bevorzugt

Parallel zum juristischen Druck zieht Meta beim Thema Mitarbeitervergütung die Zügel an. Wie zuerst die Financial Times berichtete und Reuters bestätigte, senkte Meta die jährliche Zuteilung von Aktienoptionen für die meisten Beschäftigten um etwa 5%. Es ist bereits das zweite Jahr in Folge: 2025 hatte es demnach schon eine Kürzung um rund 10% gegeben.

Betroffen sind Zehntausende. Gleichzeitig passt das Bild zu einem anderen Detail aus den Berichten: Meta soll weiterhin Millionenpakete bieten, um führende KI-Forscher an Bord zu holen. Dazu kommt eine Überarbeitung des Performance-Systems. Top-Performer sollen stärker profitieren, während die breite Masse weniger Aktien bekommt. Unterm Strich soll das Gesamtbudget für Vergütung laut den Berichten sogar gestiegen sein – die Verteilung verschiebt sich nur.

Milliarden für KI-Infrastruktur als Treiber

Der rote Faden hinter den Maßnahmen ist das Investitionsprogramm für 2026. Im Q4-Bericht für 2025 nannte Meta im Januar eine Capex-Spanne von 115 bis 135 Milliarden Dollar für 2026 – nahezu eine Verdopplung gegenüber 72,2 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2025 (laut TipRanks unter Verweis auf Metas Zahlen).

Dazu passt auch die am 17. Februar angekündigte, mehrjährige Infrastruktur-Partnerschaft mit NVIDIA. Geplant ist der großflächige Einsatz von NVIDIA-CPUs sowie Millionen Blackwell- und Rubin-GPUs und Spectrum‑X‑Ethernet in Metas Rechenzentren. Die Botschaft ist klar: KI-Kapazität wird zur zentralen Baustelle – und die Organisation wird darauf ausgerichtet.

Zum Wochenstart notiert die Aktie bei 553,20 Euro und damit leicht unter dem Niveau vom Freitagsschluss. Auffällig bleibt aber vor allem die Gemengelage: Während Meta historisch viel Geld in KI pumpt, könnten die Verfahren in Kalifornien und New Mexico laut CNBC im Extremfall zu weitreichenden Produktänderungen führen – mit potenziellen Folgen für Milliarden Nutzer und damit auch für Metas Wachstumspfad.

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