Meta Aktie: Werbemotor läuft

KI-Werkzeuge stützen Metas Werbegeschäft, während hohe Investitionspläne und ein möglicher Ausbau zum Abomodell im Fokus stehen.

Die Kernpunkte:
  • Werbeerlöse steigen um 26 Prozent
  • Googles Suchgeschäft wächst um 12 Prozent
  • Investitionen von bis zu 145 Milliarden Dollar geplant
  • Meta entwickelt humanoiden Roboterprototyp

Während Google im Suchgeschäft an Tempo verliert, zieht Meta bei der Werbung davon. Im dritten Quartal wuchsen die Anzeigenerlöse mehr als doppelt so schnell wie bei der Alphabet-Tochter. Dennoch bleibt die Stimmung an der Börse gedämpft.

Wachstumsvorsprung durch KI

Die Werbeumsätze legten um 26 Prozent auf 63,1 Milliarden Dollar zu. Googles Suchsparte kam bei 63,4 Milliarden Dollar auf ein Plus von 12 Prozent. Der Abstand von 14 Prozentpunkten ist der größte zugunsten von Meta seit 2021, beide Geschäfte sind damit fast gleich groß.

Meta führt das auf KI-Tools zurück, die Werbetreibenden bessere Zielgenauigkeit liefern. Finanzchefin Susan Li berichtete, Anzeigenkunden, die den KI-Assistenten im Ads Manager nutzen, erzielten fast fünf Prozent mehr Conversions. Fast zehn Millionen Werbekunden setzten im Quartal mindestens ein KI-Werkzeug ein.

Google leidet dagegen unter Chatbots als Suchalternative. Die Alphabet-Aktie erlebte nach den Zahlen ihren schwächsten Handelstag überhaupt.

Investitionen drücken auf den Kurs

Auch Meta ist kein Liebling der Wall Street. Im Oktober verlor die Aktie 14 Prozent, der schwächste Monat seit Oktober 2022. Zuvor war sie im September um 27 Prozent gestiegen.

Der Grund: Die KI-Ausgaben haben beide Konzerne in einen negativen freien Cashflow gedrückt. Meta plant Investitionen von bis zu 145 Milliarden Dollar. Zudem stammen 98 Prozent der Erlöse weiter aus Werbung, Google ist deutlich breiter aufgestellt. Meta will deshalb mit KI-Modellen und Agenten ein Abogeschäft aufbauen.

Roboter und Zuckerbergs Kontrolle

Ein weiteres Zukunftsfeld sind Haushaltsroboter. Meta hat laut Berichten gemeinsam mit dem chinesischen Start-up Fourier einen humanoiden Prototyp namens Max entwickelt. Eine zweite Version mit überarbeitetem Torso und verbesserten Händen ist in Arbeit. Meta betont, es handle sich um interne Forschung, einen Verkauf plane der Konzern nicht.

Governance-seitig sorgt ein weiteres Thema für Aufmerksamkeit. Eine neue Aktienklasse soll Mark Zuckerberg ermöglichen, eine mögliche Milliardensteuer zu finanzieren, ohne seine Kontrolle zu verlieren. Im Gegenzug verpflichtet er sich grundsätzlich, weitere acht Jahre am Unternehmensstandort zu wohnen. Bei den Midterm-Wahlen am 3. November entscheidet Kalifornien über die Steuerfrage mit.

Der Schlusskurs am Freitag lag bei 614,99 Dollar, ein Minus von 1,53 Prozent. Die Wahl am 3. November dürfte zeigen, wie dringlich Zuckerbergs Aktienpläne tatsächlich werden.

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