Meta Aktie: Zahlen am Mittwoch

Meta veröffentlicht am Mittwoch Quartalszahlen; Analysten schätzen Umsatz und Investitionen für 2027 unterschiedlich ein.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzprognose liegt bei 61 bis 64 Milliarden Dollar
  • Analystenkonsens erwartet 63,4 Milliarden Dollar Umsatz
  • KI-Investitionen 2027 zwischen 205 und 249 Milliarden Dollar
  • Reality Labs meldete 4,6 Milliarden Dollar operativen Verlust

Meta legt am Mittwoch nach US-Börsenschluss die Zahlen zum dritten Quartal vor. Die Umsatzlatte liegt hoch. Bei Gewinn, Rechtskosten und KI-Investitionen gehen die Schätzungen der Analysten jedoch weit auseinander.

Werbung als Gradmesser

Der Konzern selbst stellte für das Quartal einen Umsatz von 61 bis 64 Milliarden Dollar in Aussicht. Die Konsensschätzung von 44 Analysten liegt bei 63,4 Milliarden Dollar, ein Plus von gut 23 Prozent zum Vorjahresquartal.

Die Werbeerlöse sind der entscheidende Maßstab. Bank-of-America-Analyst Justin Post verweist auf starke Nachfrage und bessere Werbeeffizienz durch KI-gestütztes Targeting. Goldman-Sachs-Analyst Eric Sheridan sieht KI ebenfalls als strukturellen Treiber des Anzeigengeschäfts.

Im Blick steht zudem der KI-Assistent Muse. Guggenheim-Analyst Michael Morris hält die Nutzung und die Intensität der Interaktionen für einen wichtigen Stimmungsfaktor vor den Zahlen. Anleger suchen erste belastbare Hinweise, dass Muse mehr ist als ein aufmerksamkeitsstarker Produktstart.

Investitionen driften auseinander

Für 2026 hatte Meta Investitionen von 130 bis 145 Milliarden Dollar genannt. Bei 2027 klafft die Spanne deutlich:

  • Bank of America: 205 Milliarden Dollar
  • Guggenheim: 225 Milliarden Dollar
  • Wells Fargo: rund 249 Milliarden Dollar

Wells Fargo warnt, die KI-Ausgaben könnten den Gewinn 2027 zunächst stärker belasten, als neue Produkte ihn steigern. Langfristig bleibt die Bank positiv und sieht in Muse den möglichen Beginn eines großen Produktzyklus.

Reality Labs bleibt Zuschussgeschäft

Abseits der Werbung sieht das Bild gemischter aus. Die Sparte Reality Labs erzielte im jüngsten veröffentlichten Quartal einen Umsatz von 431 Millionen Dollar. Das Wachstum kam vor allem von KI-Brillen, während die Verkäufe der Quest-Headsets zurückgingen. Der operative Verlust lag bei rund 4,6 Milliarden Dollar.

Neue, leichtere VR-Brillen sollen ab Frühjahr 2027 erhältlich sein und dieselbe Softwareplattform wie Quest nutzen. Spezialisierte Zulieferer wie der Laufbandhersteller Virtuix berichten bereits von mehr Nachfrage über das Meta-Ökosystem. Ein wesentlicher Umsatzbeitrag ist daraus noch nicht abzulesen.

Am Mittwoch zeigt sich, ob die Werbung die Investitionslast weiter trägt. Entscheidend sind die Umsatzzahl im Zielkorridor von 61 bis 64 Milliarden Dollar und der Kommentar des Managements zu den Ausgaben 2027.

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