Metallium Aktie: Drei Reaktoren parallel bis Juni

Metallium bereitet parallelen Betrieb von drei FJH-Reaktoren vor. Nach erfolgreichem Dauerlauf rückt die kommerzielle Skalierung näher.

Die Kernpunkte:
  • 12-stündiger Dauerlauf erfolgreich absolviert
  • Drei Reaktoren parallel bis Juni geplant
  • Erste kommerzielle Stufe für Q4 anvisiert
  • Glencore-Liefervertrag sichert Rohstoffbasis

Metallium geht in eine wichtige Woche. Nach einem stabilen Dauerlauf der Flash-Joule-Heating-Technologie rückt nun der nächste Schritt näher: drei Reaktoren parallel. Für die Aktie ist das mehr als ein Technikdetail. Es ist ein Test für den Weg in den kommerziellen Betrieb.

Ein Reaktor läuft, drei sollen folgen

Am Standort Gator Point in Texas absolvierte Metallium zuletzt einen durchgehenden Reaktorlauf über 12 Stunden. Dabei liefen die Automatisierungssysteme der ersten Generation stabil und kontrolliert. Genau diesen Nachweis brauchte das Unternehmen vor dem nächsten Skalierungsschritt.

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Das Geschäftsmodell setzt auf modulare Reaktoren. Mehr Durchsatz soll also nicht über einen einzelnen Großreaktor kommen, sondern über mehrere Einheiten unter gemeinsamer Steuerung. Das Ziel: Bis Juni sollen drei FJH-Reaktoren parallel arbeiten.

Damit verschiebt sich der Fokus. Es geht nun weniger um Laborerfolge. Entscheidend ist, ob Metallium die Technik im Verbund sauber steuern kann.

Skalierung bleibt der Kern

Die geplante erste kommerzielle Ausbaustufe zielt auf rund 8.000 Tonnen Leiterplatten-Schrott pro Jahr. Bis zum vierten Quartal will Metallium diesen kommerziellen Rahmen demonstrieren. Eine zweite Stufe sieht später eine Verdopplung der Kapazität vor.

Erste Resultate deuteten auf mehr Durchsatz hin als intern ursprünglich geplant. Falls weitere Tests das erhärten, könnte das die Wirtschaftlichkeit der ersten Anlage verbessern. Noch zählt aber der Nachweis im laufenden Betrieb.

Der Markt reagiert entsprechend sensibel. Die Aktie schloss am Freitag bei 0,33 Euro und verlor auf Wochensicht 6,63 Prozent. Auf Monatssicht steht ein Minus von 24,12 Prozent.

Der Rückschlag kommt nach einem starken Lauf. Über zwölf Monate liegt die Aktie noch 122,95 Prozent im Plus. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt allerdings inzwischen 30,87 Prozent.

Verträge stützen den Aufbau

Operativ arbeitet Metallium an der Rohstoffseite. Mit Glencore besteht eine bindende Liefervereinbarung über bis zu 2.400 Tonnen E-Schrott und Einsatzmaterial pro Jahr. Weitere Verträge mit etablierten Branchenpartnern kamen hinzu.

Aktuell decken Kontrakte rund die Hälfte des Ziels für die erste Ausbaustufe ab. Metallium peilt etwa 70 Prozent vertraglich gesichertes Material an. Die Lücke soll über weitere Verträge und Spotkäufe geschlossen werden.

Auch die Abnehmerseite nimmt Form an. Ein Abnahmevertrag mit Indium Corporation läuft über 10 Jahre. Zusammen mit der im Januar platzierten Kapitalerhöhung über 75 Millionen australische Dollar stärkt das den Aufbau in Texas.

Ein technisches Detail ist dabei wichtig. Der jüngste Reaktorlauf zeigte auch die Verarbeitung von platin- und palladiumreichen Materialien. Das erweitert den möglichen Rohstoffmix über klassische Leiterplatten hinaus.

Der nächste harte Prüfpunkt liegt damit klar auf dem Tisch: Start oder Abschluss des parallelen Drei-Reaktor-Betriebs in Texas. Kommt im Juni ein belastbarer Nachweis, gewinnt der Zeitplan bis zur kommerziellen Demonstration im vierten Quartal deutlich an Gewicht.

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