Metaplanet Aktie: Gerovich weist Verkaufsgerüchte zurück

Metaplanet verschiebt 4.750 Bitcoin zu Coinbase Prime, weist Verkaufsspekulationen zurück und setzt trotz Buchverlusten auf seine Krypto-Strategie.

Die Kernpunkte:
  • 4.750 Bitcoin zu Coinbase Prime verschoben
  • CEO Gerovich dementiert geplante Verkäufe
  • 43.000 Bitcoin weiterhin im Unternehmensbesitz
  • Derivate senken rechnerischen Bitcoin-Kaufpreis

Metaplanet hat in der vergangenen Woche massive Bitcoin-Bestände an die Kryptobörse Coinbase Prime übertragen und damit Spekulationen über mögliche Verkäufe ausgelöst. Während die Aktie heute bei 1,69 € notiert und damit rund 67 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 5,08 € liegt, betonte Unternehmenschef Simon Gerovich, dass es sich lediglich um einen Wechsel der Verwahrstelle handele.

Das Unternehmen halte weiterhin an seiner langfristigen Strategie fest, auch wenn der aktuelle Bitcoin-Kurs deutlich unter den durchschnittlichen Anschaffungskosten des Konzerns liegt.

Massiver Transfer an Coinbase Prime sorgt für Unruhe

Allein am gestrigen Montag transferierte Metaplanet 2.400 Bitcoin in sechs Tranchen an Coinbase Prime. Damit summierten sich die Übertragungen innerhalb einer Woche auf insgesamt 4.750 Bitcoin im Gegenwert von rund 374 Millionen US-Dollar.

Marktbeobachter werteten diese Bewegungen teilweise als Vorbereitung für einen Abverkauf, da die Bestände nun an einer Handelsplattform bereitliegen. CEO Simon Gerovich wies diese Vermutungen jedoch zurück und erklärte, dass die insgesamt 43.000 Bitcoin des Unternehmens weiterhin gehalten würden.

Zusätzlich zu den direkten Beständen von Metaplanet ist ein Transfer von 2.100 Bitcoin sowie 2,5 Millionen US-Dollar im Rahmen des geplanten Nasdaq-Listings der Tochtergesellschaft Superplanet vorgesehen. Trotz der kurzfristigen Unsicherheit konnte die Aktie in den vergangenen 30 Tagen ein Plus von 32 % verbuchen, was das anhaltende Interesse der Anleger an der Krypto-Strategie des japanischen Unternehmens unterstreicht.

Optimismus trotz Buchverlusten: Der asiatische Krypto-Zyklus

Die aktuelle Marktlage stellt für Metaplanet eine Herausforderung dar, da die durchschnittlichen Anschaffungskosten für die 43.000 Bitcoin bei 96.191 US-Dollar pro Münze liegen. Beim derzeitigen Bitcoin-Kurs von etwa 78.000 US-Dollar verzeichnet das Unternehmen erhebliche Buchverluste.

Dennoch zeigte sich Gerovich in einer aktuellen Stellungnahme überzeugt, dass der Boden im Kryptomarkt erreicht sei und ein neuer Zyklus in Asien beginne. Er verwies dabei auf das enorme Finanzvermögen japanischer Haushalte von 14 Billionen US-Dollar, von dem die Hälfte auf Bankkonten liege.

Metaplanet positioniert sich als größter börsennotierter Bitcoin-Halter in Asien und weltweit an dritter Stelle. Für zusätzliche Dynamik könnten regulatorische Änderungen in Japan sorgen: Berichten zufolge wird eine Senkung der Krypto-Steuern von derzeit 55 % auf 20 % für den Zeitraum 2027 bis 2028 in Aussicht gestellt. Zudem steht am 15. September die Abstimmung über den sogenannten CLARITY Act im US-Senat an, was für die Branche von Bedeutung sein könnte.

Innovative Schatzamt-Strategie mit Derivaten

Um die Rendite der Bestände zu optimieren, nutzt Metaplanet zunehmend Derivatestrategien. So verkaufte das Unternehmen im zweiten Quartal 2026 Cash-secured Puts. Durch diese Strategie sank der effektive Kaufpreis für die in diesem Zeitraum erworbenen 2.823 Bitcoin rechnerisch auf 75.032 US-Dollar, während der reguläre Marktpreis bei 78.872 US-Dollar lag.

Dieser Ansatz zeigt, dass Metaplanet über das bloße Halten („HODLing“) hinausgeht und moderne Finanzinstrumente einsetzt, um die Kostenbasis seiner Treasury zu senken. Parallel dazu festigt das Unternehmen seine Infrastruktur durch den Erwerb von Metaplanet Securities, um die institutionelle Anbindung an den Kryptomarkt weiter auszubauen.

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