Metaplanet Aktie: Günstiger als MicroStrategy
Metaplanet erzielt durch Optionsstrategie niedrigeren Bitcoin-Einstandspreis als MicroStrategy und steigt damit auf Platz drei der globalen Unternehmensreserven auf.

- Niedrigerer Bitcoin-Kaufpreis als MicroStrategy
- Aufstieg auf Rang drei der globalen Reserven
- Optionsstrategie generiert operative Erträge
- Kapitalerhöhungen für ambitionierte Wachstumsziele
Metaplanet hat im ersten Quartal 2026 nicht nur Bitcoin angehäuft — das Unternehmen hat dabei einen niedrigeren Einstandspreis erzielt als sein amerikanisches Vorbild MicroStrategy. Eine detaillierte Aufschlüsselung der Q1-Ergebnisse zeigt, wie die Optionsstrategie des Tokioter Unternehmens den Unterschied macht.
Die Mechanik hinter dem Ergebnis
Metaplanet erwarb im ersten Quartal 5.075 BTC über sein strukturiertes Optionsprogramm. Durch Optionsprämien in Höhe von 18,63 Millionen US-Dollar sank der effektive Einstandspreis auf rund 76.227 Dollar pro Bitcoin. MicroStrategy kaufte im gleichen Zeitraum 89.599 BTC zu durchschnittlich 80.929 Dollar — rund 4.700 Dollar mehr pro Coin.
Das Modell funktioniert über zwei strikt getrennte Bitcoin-Töpfe: einen für die Einkommensgenerierung, einen für langfristige Bestände. Im Einkommenstopf verkauft das Team cash-besicherte Put-Optionen unterhalb des aktuellen Bitcoin-Kurses. Verfallen die Puts wertlos, kassiert Metaplanet die Prämie. Fällt Bitcoin unter den Ausübungspreis, erwirbt das Unternehmen Bitcoin unter Marktpreis und wechselt zur Strategie der Covered Calls. Am Quartalsende wandern die angesammelten Bitcoin in den langfristigen Bestand. Im ersten Quartal erzielte das Unternehmen aus diesem Geschäft einen operativen Umsatz von 2,969 Milliarden Yen.
Rang drei unter Unternehmen weltweit
Die Q1-Käufe hatten auch eine Auswirkung auf das globale Unternehmensranking. Mit nun 40.177 BTC — erworben für rund 3,9 Milliarden Dollar zu einem durchschnittlichen Einstandspreis von etwa 97.000 Dollar — überholte Metaplanet den US-Miner MARA Holdings und belegt jetzt Platz drei unter börsennotierten Unternehmen mit Bitcoin-Reserven. Es ist das erste Mal, dass ein nicht-amerikanisches Unternehmen diese Top-Drei-Position erreicht.
MARA hatte zwischen dem 4. und 25. März 15.133 BTC für rund 1,1 Milliarden Dollar verkauft, um damit etwa 1 Milliarde Dollar an Wandelanleihen mit neun Prozent Abschlag zurückzukaufen. Die Bitcoin-Bestände schrumpften dadurch um 28 Prozent auf 38.689 BTC. Anfang April folgte ein Stellenabbau von 15 Prozent. Hinter Metaplanet liegen nur noch Strategy mit 762.099 BTC und Twenty One Capital mit 43.514 BTC.
Wachstumsziel setzt Kapitalmaschine unter Druck
Für die Finanzierung weiterer Käufe nutzte Metaplanet im ersten Quartal zwei Kapitalerhöhungen: Im Januar wurden 24,5 Millionen Aktien und Warrants zu 499 Yen ausgegeben und rund 12,24 Milliarden Yen eingenommen. Im März folgten 107,4 Millionen Aktien zu 380 Yen mit einem Erlös von rund 40,8 Milliarden Yen.
Der ambitionierte „555 Million Plan“ sieht 100.000 BTC bis Ende 2026 und 210.000 BTC bis Ende 2027 vor — das entspräche mehr als einer Verdoppelung der aktuellen Bestände innerhalb von neun Monaten. Die Kehrseite der Kapitalerhöhungen zeigt sich im BTC-Yield-Wert, der internen Kennzahl für Bitcoin-Zuwachs je verwässerter Aktie: Im ersten Quartal 2026 lag er bei 2,8 Prozent, gegenüber 95,6 Prozent im Vorjahreszeitraum. Die starke Verwässerung durch Aktienausgaben drückt die Kennzahl erheblich — ein Spannungsfeld, das mit jedem weiteren Finanzierungsschritt relevanter wird.
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