Metaplanet Aktie: Neuer Ausblick
Metaplanet kündigt starkes operatives Wachstum für 2026 an und führt Dividenden für Vorzugsaktien ein, nachdem hohe Bitcoin-Wertminderungen 2025 zu einem Nettoverlust führten.

- Ambitionierte Umsatz- und Gewinnprognose für 2026
- Hoher Jahresverlust durch Bitcoin-Wertminderung
- Einführung von Dividenden für Vorzugsaktien
- Expansionsplan zur Erhöhung der Bitcoin-Bestände
Metaplanet legt für das bis Ende März 2026 laufende Geschäftsjahr eine ambitionierte Prognose vor und setzt dabei klar auf ein operatives Comeback. Gleichzeitig führt das Unternehmen ein Dividendenmodell für Vorzugsaktien ein. Die Mischung kommt am Markt zunächst gut an – trotz eines hohen Jahresverlusts 2025, der vor allem aus Bewertungsanpassungen rund um die Bitcoin-Bestände resultierte.
Nach Veröffentlichung der Prognose stieg die Aktie um 6,1%.
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Prognose 2026 trifft auf hohe Vorjahresverluste
Für das Geschäftsjahr bis zum 31. März 2026 stellt Metaplanet Umsatz von 16,0 Mrd. Yen und einen operativen Gewinn von 11,4 Mrd. Yen in Aussicht. Das entspräche laut Unternehmensangaben jeweils einem Plus von rund 80%.
Der Blick zurück wirkt dagegen rau: 2025 meldete Metaplanet zwar Umsatz von 8.905 Mio. Yen, zugleich aber einen Nettoverlust von 95,05 Mrd. Yen. Hauptgrund war eine nicht zahlungswirksame Wertminderung (Impairment) von 102,2 Mrd. Yen auf die Bitcoin-Reserve.
Metaplanet führte die Abschreibung auf den Rückgang von Bitcoin von einem Hoch nahe 125.000 US-Dollar auf unter 90.000 US-Dollar bis Ende 2025 zurück.
Operativ stark – getragen von Optionsstrategie
Bereinigt um die nicht zahlungswirksamen Effekte zeigt sich ein anderes Bild: Der operative Gewinn sprang um über 1.600% auf 6,29 Mrd. Yen. Der Zuwachs kam laut Bericht nahezu vollständig aus Erträgen der Optionshandelsstrategie.
Die große Differenz zwischen operativem Ergebnis und Nettoverlust erklärt sich damit im Wesentlichen über die bilanziellen Neubewertungen der Bitcoin-Bestände.
Vorzugsdividenden und neue Finanzierungsinstrumente
Parallel zur Prognose kündigte Metaplanet quartalsweise Dividenden von 12,25 Yen je Class-B-Vorzugsaktie bis Ende 2026 an. Während Vorzugsaktionäre damit eine laufende Ausschüttung erhalten sollen, verwies der Text darauf, dass Stammaktionäre zuletzt Verwässerung durch Aktien- und Warrant-Emissionen hinnehmen mussten.
Zur Finanzierung setzt Metaplanet zudem stärker auf unbefristete Vorzugsaktien („MERCURY“ und „MARS“) und damit auf Instrumente, die an den Ansatz von Strategy Inc. (ehemals MicroStrategy) erinnern. Die MERCURY-Emission brachte laut Darstellung 21,2 Mrd. Yen über eine Privatplatzierung ein. „Mars“ soll dabei eine variable Dividendenrate haben und keine Umtauschrechte in Stammaktien enthalten.
Als Hintergrund nennt der Artikel auch die aktuell schwierigeren Bedingungen für Moving-Strike-Warrants: Diese funktionierten vor allem bei höheren Kursen und einem komfortabel über 1 liegenden mNAV-Aufschlag. Da beides unter Druck stehe, gewinne die dauerhafte Ausgabe von Vorzugsaktien an Bedeutung, um weitere Bitcoin-Käufe zu finanzieren.
Bitcoin-Bestand, Plan „555 Million“ und Analystenupdate
Metaplanet hält aktuell 35.102 BTC und liegt damit laut Text weltweit auf Rang vier der börsennotierten Bitcoin-Halter – hinter Strategy Inc., MARA Holdings und Twenty One Capital. Angegeben wird ein durchschnittlicher Kaufpreis von rund 107.000 US-Dollar je Bitcoin sowie nicht realisierte Verluste von über 1,2 Mrd. US-Dollar.
Mit dem „555 Million Plan“ will Metaplanet die Bestände bis Ende 2026 auf 100.000 BTC und bis 2027 auf 210.000 BTC ausbauen. CEO Simon Gerovich wies zudem Vorwürfe anonymisierter Kritiker zurück, das Unternehmen verschleiere Bitcoin-Handelsverluste, und verwies dabei auf einen Umsatzanstieg um 58 Mio. US-Dollar als Beleg für die Tragfähigkeit der Strategie.
Auf Analystenseite senkte Cantor Fitzgerald am 18. Februar das Kursziel von 6,00 auf 3,00 US-Dollar, hielt aber am Rating „Overweight“ fest. Als Begründung nannte die Bank schwache Bruttomargen in den jüngsten Quartalszahlen.
Die Aktie notiert laut Artikel mehr als 80% unter dem Allzeithoch; die 52-Wochen-Spanne wird mit 284 bis 1.930 Yen angegeben. Zudem habe sich der mNAV-Aufschlag deutlich verringert – von über 10x Anfang 2025 und über 20x im Jahr 2024.
Was ist der nächste konkrete Termin, an dem Metaplanet zeigen muss, ob die neue Gewinnprognose mehr ist als nur ein Zielbild? Der nächste Zahlenbericht ist für den 19. Mai angekündigt.
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