Metaplanet Aktie: Rally gestoppt

Die Metaplanet-Aktie verliert nach starkem Jahresauftakt deutlich an Wert. Auslöser sind regulatorische Unsicherheiten und die hohe Abhängigkeit vom Bitcoin-Kurs.

Die Kernpunkte:
  • Korrektur beendet dynamische Januar-Rally
  • Regulatorische Grauzonen belasten die Stimmung
  • Bitcoin-Strategie als zentraler Volatilitätstreiber
  • Analysten halten an hohem Kursziel fest

Nach einem starken Jahresauftakt verliert die Metaplanet-Aktie in dieser Woche spürbar an Boden. Heute ging der Titel bei 521 Yen aus dem Handel, ein Minus von 3,70 %. Bereits gestern hatte die Aktie deutlich nachgegeben und damit die zuvor dynamische Januar-Rally vorerst beendet. Auslöser sind vor allem regulatorische Unsicherheiten und der hohe Hebel auf den Bitcoin-Kurs.

Zwei Tage Verluste nach starkem Anstieg

In den ersten zwei Januarwochen hatte die Aktie mehr als 50 % zugelegt und am 15. Januar ein Zwischenhoch bei 613 Yen erreicht. Seitdem hat der Kurs in nur drei Handelstagen rund 15 % von diesem Niveau abgegeben.

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Wichtige Kursbewegungen der Woche:

    1. Januar: 521 Yen (-3,70 %)
    1. Januar: 541 Yen (-8,46 %, von 591 Yen)
    1. Januar: 591 Yen (-3,59 %)

Das Handelsvolumen lag heute bei 22,7 Millionen Aktien. Damit bleibt es erhöht, liegt aber unter dem 30-Tage-Durchschnitt von rund 31 Millionen Stücken. Das signalisiert, dass der Verkaufsdruck zwar noch vorhanden, aber etwas abgeflaut ist.

Regulierung und Buyback im Fokus

Mehrere Faktoren belasten kurzfristig die Stimmung. Zum einen sorgt die unterschiedliche steuerliche Behandlung von Aktien- und Krypto-Gewinnen in Japan für Unsicherheit. Diese regulatorische Grauzone ist für ein Unternehmen mit starkem Bitcoin-Fokus ein spürbarer Belastungsfaktor.

Zum anderen fällt das jüngst abgeschlossene Aktienrückkaufprogramm eher klein aus. Obwohl ein Rückkaufvolumen von 150 Millionen Aktien autorisiert wurde, hat das Unternehmen bislang keine größeren Rückkäufe umgesetzt. Das Management setzt klar Priorität auf den weiteren Aufbau der Bitcoin-Position statt auf Kursstützung durch Rückkäufe.

Bitcoin-Strategie als Volatilitätstreiber

Herzstück der Investmentstory ist die aggressive Bitcoin-Treasury-Strategie. Zu Jahresbeginn 2026 hielt Metaplanet 35.102 BTC, im Schnitt zu einem Einstandspreis von rund 107.716 US-Dollar je Coin. Bis Ende 2026 soll der Bestand auf 100.000 BTC erhöht werden – fast eine Verdreifachung.

Diese „Bitcoin-First“-Ausrichtung macht die Aktie faktisch zu einem Hebel auf die Entwicklung des Bitcoin-Preises. Die Kursentwicklung hängt damit stark von der Stimmung am Kryptomarkt ab. Zusätzlich betreibt das Unternehmen ein Segment zur „Bitcoin-Einkommensgenerierung“, das mit Optionsstrategien und Derivaten arbeitet und für das Geschäftsjahr 2025 rund 55 Millionen US-Dollar Umsatz beisteuern soll.

Bewertung und Kursniveau

Trotz der jüngsten Korrektur bleibt die Bewertung auffällig:

  • Marktkapitalisierung: 595,1 Mrd. Yen
  • KGV (TTM): 14,31
  • Kurs-Buchwert-Verhältnis: 1,16
  • Performance seit Jahresbeginn: +28,64 %
  • 52-Wochen-Spanne: 291–1.930 Yen

Mit 521 Yen notiert die Aktie rund 73 % unter ihrem Allzeithoch von 1.930 Yen aus Juni 2025. Gleichzeitig liegt sie deutlich über dem Tief von 338 Yen aus November 2025. Die aktuelle Phase wirkt damit eher wie eine schärfere Zwischenkorrektur innerhalb eines weiterhin volatilen Gesamtbildes.

Ausblick und zentrale Treiber

Der nächste klare Termin ist der Geschäftsbericht für das Gesamtjahr 2025, der am 10. Februar veröffentlicht werden soll. Zudem hält das Unternehmen an seinem Ziel fest, den Bitcoin-Bestand bis 2027 auf 210.000 BTC auszubauen – etwa 1 % des gesamten Bitcoin-Angebots.

Auf Analystenseite wird die Aktie aktuell im Konsens mit „Strong Buy“ eingestuft. Das durchschnittliche 12-Monats-Kursziel liegt bei 1.927,50 Yen und damit deutlich über dem heutigen Kurs. Kurzfristig bleibt jedoch vor allem die hohe Kopplung an den Bitcoin-Preis der zentrale Faktor für die weitere Kursentwicklung.

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