Metaplanet Aktie: Serie-10-Pool wird verkleinert

Metaplanet reduziert den Serie-10-Pool um mehr als 41 Prozent, plant eine Tochter in Hongkong und steigert den Bitcoin-Anteil je Aktie.

Die Kernpunkte:
  • Serie-10-Pool um 41 Prozent verkleinert
  • Verwässerung bestehender Anteile soll sinken
  • Hongkong-Tochter mit einer Million Dollar geplant
  • Bitcoin-Anteil je Aktie steigt

Das japanische Unternehmen Metaplanet hat auf den wachsenden Druck seiner Aktionäre reagiert und eine signifikante Verkleinerung seines Programms für Aktienbezugsrechte angekündigt.

Durch eine Kürzung des sogenannten Serie-10-Pools um mehr als 41 Prozent will die Gesellschaft die Verwässerung der bestehenden Anteile begrenzen und gleichzeitig den rechnerischen Bitcoin-Anteil pro Aktie steigern. Diese Maßnahme erfolgt im Rahmen einer umfassenderen Neuausrichtung, die auch eine Expansion in den Finanzplatz Hongkong umfasst.

Deutliche Kürzung der Bezugsrechte

Wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab, werden die Bezugsrechte der Serie 10 von ursprünglich 319.464.000 auf nun 188.190.000 Aktien reduziert. Dies entspricht einem Rückgang von rund 131,3 Millionen potenziellen neuen Papieren. Das Verhältnis je Bezugsrecht wurde dabei von 696 auf 410 Aktien angepasst. Als Referenzdatum für diese Anpassung dient nun der 1. September 2025 anstelle des ursprünglich vorgesehenen 30. Juni 2026.

Die Entscheidung ist eine direkte Reaktion auf Bedenken von Investoren hinsichtlich einer zu starken Verwässerung des Kapitals. Matthew Sigel, Analyst bei VanEck, bezeichnete die Kürzung als ein „bedeutendes Zugeständnis“ gegenüber den Aktionären.

Parallel dazu wurde der Plan verworfen, 90.000 Rechte an einen Pool für Mitarbeiter zu übertragen; stattdessen soll künftig ein neuer Vergütungsplan unter Einbeziehung eines globalen Beraters erarbeitet werden. Für die verbleibenden Rechte gilt eine Haltefrist (Lock-up) bis zum 17. August 2031, wobei die Ausübung gestaffelt in drei Tranchen ab August 2029 erfolgen kann.

Expansion durch neue Tochtergesellschaft in Hongkong

Neben der Anpassung der Kapitalstruktur treibt Metaplanet seine internationale Präsenz voran. Im Rahmen des sogenannten „Project Nova“ plant das Unternehmen die Gründung der Tochtergesellschaft Metaplanet Asset Management Asia Limited in Hongkong. Diese soll mit einem Startkapital von einer Million US-Dollar ausgestattet werden.

Das neue Standbein in Hongkong soll sich auf den Handel mit Bitcoin, Aktien sowie verschiedenen Kreditprodukten konzentrieren. Damit unterstreicht das an der Tokioter Börse unter dem Kürzel 3350 gelistete Unternehmen seine Strategie, sich verstärkt als asiatischer Akteur im Bereich digitaler Vermögenswerte zu positionieren.

Bereits im Juni hatte die Gesellschaft für rund 2,1 Milliarden Japanische Yen (etwa 13,1 Millionen US-Dollar) den Dienstleister Siiibo Securities übernommen, um seine finanzielle Infrastruktur zu verbreitern.

Optimierung der Bitcoin-Strategie

Ein Kernaspekt der aktuellen Maßnahmen ist die Verbesserung der Kennzahlen rund um den Bitcoin-Bestand des Unternehmens. Durch die Reduzierung der potenziell umlaufenden Aktien erhöht sich der Bitcoin-Anteil pro verwässerter Aktie von zuvor 0,0263554 auf 0,0286646 BTC. Aktuell hält Metaplanet insgesamt 43.000 Bitcoin. Die erzielte Bitcoin-Rendite (BTC-Yield) für das laufende Quartal wird mit 8,8 Prozent angegeben.

An der Börse wurde die Nachricht am Freitag positiv aufgenommen; das Papier schloss bei 1,42 Euro, was einem Tagesplus von 2,6 Prozent entspricht. Trotz dieser kurzfristigen Erholung notiert die Aktie weiterhin deutlich unter ihrem bisherigen Jahresbestwert.

Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 4,07 Euro beträgt derzeit rund 65 Prozent. CEO Simon Gerovich, der Ende August selbst 92.000 Rechte ausübte, räumte ein, dass die bisherige Kommunikation bezüglich der Governance- und Vergütungsrichtlinien nicht ausreichend gewesen sei, und versprach eine transparentere Ausrichtung für die Zukunft.

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