Metaplanet Aktie: Spannungen wachsen!

Die aggressive Aufstockung der Bitcoin-Bestände durch Metaplanet hat angesichts fallender Kurse zu nicht realisierten Verlusten von rund 520 Millionen US-Dollar geführt. Die Aktie notiert nahezu pari zu den gehaltenen Kryptowerten.

Die Kernpunkte:
  • Nicht realisierte Buchverluste von 520 Millionen US-Dollar
  • Aktie verliert Bewertungsaufschlag für operatives Geschäft
  • Enge Kopplung an Bitcoin-Preis erhöht Volatilität
  • Langfristiges Ziel von 210.000 Bitcoin bis 2027

Metaplanet startet mit einer schweren Hypothek in das Jahr 2026. Die aggressive Expansion der Bitcoin-Bestände führt angesichts fallender Krypto-Kurse zu erheblichen Belastungen in der Bilanz. Anleger sehen sich nun mit der Kehrseite der hochriskanten Strategie konfrontiert, während die Aktie ihren Bewertungsaufschlag fast vollständig eingebüßt hat.

Krypto-Portfolio tief im Minus

Der Zukauf von 4.279 Bitcoin für 451 Millionen US-Dollar zum Jahresende 2025 erweist sich kurzfristig als teures Unterfangen. Metaplanet hält nun insgesamt 35.102 Bitcoin – die viertgrößte Firmenreserve weltweit. Das Problem liegt im Einkaufspreis: Während der Durchschnittskurs der Bestände bei 107.606 US-Dollar liegt, notiert Bitcoin aktuell nur noch nahe 87.000 US-Dollar. Daraus resultieren nicht realisierte Buchverluste von rund 520 Millionen US-Dollar.

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Diese Entwicklung drückt massiv auf die Bewertung. Das Verhältnis von Unternehmenswert zum Nettoinventarwert (mNAV) fiel von 1,17 auf 1,03. Das bedeutet, dass der Markt dem operativen Geschäft kaum noch einen Wert beimisst und die Aktie fast pari mit den gehaltenen Bitcoins handelt.

Die Zahlen zum 4. Quartal 2025 im Überblick:

  • Zukauf: 4.279 BTC zu durchschnittlich 105.412 US-Dollar
  • Gesamtbestand: 35.102 BTC (aktueller Wert ca. 3,07 Mrd. US-Dollar)
  • Gesamtkostenbasis: 3,78 Mrd. US-Dollar
  • Prognostizierte Bitcoin-Erträge (FY 2025): 55 Mio. US-Dollar

Korrelation als Risikofaktor

Der Aktienkurs spiegelt die Abhängigkeit vom Kryptomarkt deutlich wider. Am 30. Dezember schloss das Papier bei 405 JPY, ein Tagesverlust von fast 8 Prozent. Trotz eines Jahresplus von 8 Prozent notiert der Titel rund 80 Prozent unter dem Allzeithoch vom Juni 2025 (1.930 JPY). Die enge Kopplung an den Bitcoin-Preis sorgt für eine gehebelte Volatilität: Fällt der Bitcoin, reagiert die Aktie oft mit überproportionalen Abschlägen.

Ein stabilisierender Faktor bleibt die Sparte “Bitcoin Income Generation”. Durch den Einsatz von Derivatestrategien erwartet das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2025 Einnahmen von rund 55 Millionen US-Dollar. Dieser Ansatz erlaubt es Metaplanet, laufende Erträge zu generieren, statt das Kapital lediglich passiv zu binden.

Technische Lage und Ausblick

Das charttechnische Bild zeigt eine Konsolidierung. Die Aktie bewegt sich in einer Spanne zwischen der Unterstützung bei 388 JPY und dem Widerstand bei 478 JPY. Ein Fall unter die 388-JPY-Marke könnte weitere Abgaben bis in den Bereich von 335 JPY auslösen.

Das langfristige Ziel von 210.000 Bitcoin bis 2027 bleibt ambitioniert. Für die hierfür nötigen weiteren 175.000 Bitcoin müsste das Unternehmen nach aktuellen Preisen rund 15 Milliarden US-Dollar aufbringen. Aktionäre haben bereits grünes Licht für neue Kapitalmaßnahmen gegeben, um institutionelle Investoren anzulocken.

Da die Börse in Tokio feiertagsbedingt noch geschlossen ist, wird erst der nächste Handelstag eine erste Indikation liefern, wie der Markt die jüngste Ausweitung der Bestände final bewertet.

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