Metaplanet Aktie: Übernahme von Super League geplant
Metaplanet erhöhte seinen Bitcoin-Bestand im dritten Quartal netto um 1.000 BTC; die geplante US-Transaktion wartet auf Aktionärszustimmung.

- Aktie verlor seit Jahresbeginn 30 Prozent
- Aktionäre sollen US-Transaktion noch billigen
- Kapitalrichtlinie sieht 85 bis 90 Prozent Bitcoin vor
- Bitcoin-Bestand stieg netto um 1.000 BTC
Ein scharfer Rücksetzer am Kryptomarkt hat am Mittwoch die Aktien von Bitcoin-Treasury-Unternehmen belastet. Nachdem der Kurs des Bitcoin im Umfeld steigender Renditen von US-Staatsanleihen und fremdfinanzierter Liquidationen unter die Marke von 84.000 $ gefallen war, geriet der gesamte Sektor unter Abgabedruck.
Medienberichten zufolge zog diese Entwicklung auch die Notierung von Metaplanet nach unten. Das Papier schloss gestern mit einem Minus von 2,5 Prozent bei einem Stand von 1,56 Euro. Seit dem Jahresanfang summieren sich die Kursverluste damit auf 30 Prozent.
Geplante Übernahme in den USA
Abseits der Marktbewegungen treibt das japanische Unternehmen seine strategische Expansion voran. Am Dienstag wandte sich Super League Enterprise in einem Aktionärsschreiben an seine Anteilseigner, um für eine geplante Transaktion mit Metaplanet zu werben.
Sollte die Vereinbarung von den Aktionären gebilligt und vollständig abgeschlossen werden, wird Metaplanet 2.100 BTC in das Unternehmen einbringen. Im Gegenzug würde der Konzern die Mehrheit und damit die Kontrolle an Super League Enterprise übernehmen. Der Vollzug steht allerdings weiterhin unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Anteilseigner sowie weiterer üblicher Abschlussbedingungen.
Anpassung der Kapitalallokation und operative Entwicklung
Zu Wochenbeginn hatte Metaplanet zudem Einblicke in seine Unternehmensausrichtung und operative Entwicklung gewährt. Das Management überarbeitete seine Richtlinie für die Kapitalallokation: Zukünftig sollen etwa 85 bis 90 Prozent des Gesamtvermögens in Bitcoin gehalten werden.
Rund 10 bis 15 Prozent verbleiben für strategische Investitionen, darunter ertragsbringende Vermögenswerte und Firmenübernahmen. Parallel dazu führte das Haus eine Strategie für Nettozinserträge ein.
Operativ lief es im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 hingegen verhaltener als geplant. Der Geschäftsbereich zur Generierung von Erträgen aus Bitcoin erwirtschaftete im dritten Quartal einen Umsatz von 848,4 Millionen ¥, nachdem im zweiten Quartal noch 1,75 Milliarden ¥ erzielt worden waren. Dieser Fortschritt blieb hinter den ursprünglichen Erwartungen zurück, wenngleich die Jahresprognose des Unternehmens unverändert blieb.
Im selben Quartal veräußerte Metaplanet 10.000 BTC für 124,7 Milliarden ¥ und kaufte zeitgleich 11.000 BTC für 149,9 Milliarden ¥ zurück. Der Nettozuwachs lag bei 1.000 BTC, womit sich der Gesamtbestand zum Stichtag am 30. September auf 44.000 BTC belief.
Die Transaktion diente nach Unternehmensangaben dazu, Ratingagenturen sowie Anleiheinvestoren die eigene Liquidität nachzuweisen. Das bestehende Aktienrückkaufprogramm wurde im September nicht in Anspruch genommen; in diesem Zeitraum erwarb das Unternehmen keine eigenen Anteile.
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