Metaplanet Aktie: VanEck kritisiert Vergütungsplan

VanEck kritisiert Metaplanets Aktienvergütung und fordert Änderungen. Die Bitcoin-Reserve soll bis 2027 auf 210.000 Einheiten wachsen.

Die Kernpunkte:
  • VanEck vergibt schlechteste Vergütungsnote
  • Aktienprogramm bindet 14,7 Prozent
  • Optionsvolumen sinkt auf 188,2 Millionen
  • Bitcoin-Ziel steigt bis 2027

Die aggressive Bitcoin-Akkumulation des japanischen Unternehmens Metaplanet wird von einer Debatte über die Vergütung der Führungsebene überschattet. Ein Bericht des Vermögensverwalters VanEck rückt die Verwässerungsrisiken für die Aktionäre in den Fokus. Unter den zehn größten börsennotierten Unternehmen mit einer Bitcoin-Treasury-Strategie erhielt Metaplanet als einzige Gesellschaft die schlechteste Vergütungsnote.

Hohe Anteile für das Management

Im Zentrum der Kritik steht das Ausmaß der aktienbasierten Vergütung. Nach Berechnungen von VanEck bindet das Vergütungsprogramm von Metaplanet 14,7 Prozent der voll verwässerten Aktien. Bei den anderen neun großen Branchenvertretern liegt dieser Wert im Schnitt bei etwa 3,7 Prozent.

Noch deutlicher fällt der Unterschied bei der Beteiligung der Vorstände aus: Das direkte Exposure der Unternehmensführung beziffert der Analysebericht auf 8,2 Prozent der Anteile. Im Vergleich dazu beträgt der Mittelwert der Vergleichsgruppe lediglich 0,8 Prozent.

Zum Vergleich führt der Bericht Strategy an. Dessen Vergütungsplan macht zwei Prozent der voll verwässerten Anteile aus, bei einer Managementbeteiligung von 0,5 Prozent. Strategy erhielt dafür die Einstufung „gut“, da Anpassungen der Vergütungsreserven an das Votum der Aktionäre gekoppelt sind.

Optionspool trotz Kürzung unter Beschuss

Hintergrund der Verzerrung bei Metaplanet ist ein automatischer Anpassungsmechanismus, der den Optionspool des Unternehmens zeitweise von 46 Millionen auf 319,5 Millionen Aktien anwachsen ließ. Dieser Mechanismus sorgte für einen rechnerischen Überhang von rund 273 Millionen potenziellen Anteilen.

Zwar beendete Metaplanet dieses System im August und verkleinerte das Optionsvolumen im September um 41 Prozent auf 188,2 Millionen Aktien, doch VanEck sieht darin keine ausreichende Entwarnung. Der Vermögensverwalter fordert eine vollständige Rückabwicklung der Aufstockung sowie die Einführung eines Programms, über das die Aktionäre abstimmen dürfen.

An der Börse sorgte die Debatte vor dem Wochenende nicht für Verunsicherung: Am Freitag kletterte die Aktie um 8,4 Prozent auf einen Schlusskurs von 1,47 Euro. Damit liegt das Papier 7,1 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 1,38 Euro.

Zwischen Krypto-Reserven und Governance

Operativ setzt Metaplanet seinen Expansionskurs am Krypto-Markt derweil unvermindert fort. Mit einem Bestand von 43.000 Bitcoin zählt das Unternehmen zu den drei größten börsennotierten Haltern weltweit.

Bis Ende 2026 strebt das Management eine Aufstockung der Reserven auf 100.000 Bitcoin an, gefolgt von 210.000 Einheiten bis Ende 2027. Ob das Unternehmen diese Zukäufe ohne weitere Belastung der Altaktionäre finanzieren kann, hängt wesentlich von der künftigen Ausgestaltung der Kapital- und Vergütungsstrukturen ab.

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