Metaplanet Aktie: Zerplatzte Erwartungen?
Metaplanet erleidet Milliardenverlust durch Bitcoin-Abschreibung, während das operative Geschäft durch Optionsstrategie stark wächst. Das Management verteidigt die langfristige Krypto-Strategie.

- Nettoverlust von 95 Milliarden Yen durch Bitcoin-Abschreibung
- Operativer Gewinn steigt um über 1.600 Prozent
- Analysten senken Kursziel nach drastischem Aktienverfall
- Langfristiges Ziel: Bitcoin-Bestand auf 210.000 ausbauen
Metaplanet steht unter Druck. CEO Simon Gerovich muss derzeit die aggressive Bitcoin-Strategie gegen laute Kritik verteidigen, während der Aktienkurs in den letzten sechs Monaten um rund 63 Prozent eingebrochen ist. Die jüngsten Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 offenbaren eine tiefe Kluft zwischen operativer Stärke und verheerenden Buchwertverlusten.
Rote Zahlen durch Abwertung
Der Blick in die Bücher zeigt die volle Härte des Krypto-Winters. Unter dem Strich steht für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Nettoverlust von 95,05 Milliarden Yen. Hauptursache hierfür ist eine massive, nicht zahlungswirksame Abschreibung in Höhe von 102,2 Milliarden Yen auf den Bitcoin-Bestand.
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Das Unternehmen hält aktuell 35.102 Bitcoin. Da die Kryptowährung zuletzt deutlich unter ihren Höchstständen notierte, mussten diese Bestände in der Bilanz korrigiert werden. Kritiker werfen dem Management vor, zu ungünstigen Zeitpunkten gekauft zu haben – unter anderem, als der Bitcoin Ende 2025 über der Marke von 100.000 Dollar notierte.
Verteidigung der Strategie
CEO Gerovich wies die Vorwürfe des schlechten Timings zurück. Er betonte, dass der Einsatz von Derivaten – speziell der Verkauf von Put-Optionen – ein zentraler Bestandteil der Strategie sei. Ziel dieser Transaktionen ist es, Prämien zu vereinnahmen und so die effektiven Anschaffungskosten der digitalen Assets zu senken. Es handele sich dabei nicht um kurzfristige Richtungswetten, sondern um eine langfristige Akkumulationsstrategie. Alle Transaktionen seien transparent veröffentlicht worden.
Operativer Lichtblick
Jenseits der Bewertungsverluste im Portfolio zeigt das operative Geschäft eine überraschende Dynamik. Der operative Gewinn kletterte im Jahresvergleich um über 1.600 Prozent auf 6,29 Milliarden Yen. Dieser Anstieg wurde fast ausschließlich durch die Erträge aus der Optionsstrategie getrieben. Der Gesamtumsatz für das Jahr belief sich auf 8,91 Milliarden Yen.
Dennoch hinterlassen die Volatilität und die Kursverluste Spuren bei den Analysten. Das Finanzhaus Cantor Fitzgerald reagierte am vergangenen Mittwoch und kappte das Kursziel drastisch von 6,00 auf 3,00 Dollar, behielt aber die Einstufung „Overweight“ bei. Die Experten verweisen auf die Belastungen der Bilanz durch die Preisschwankungen der Assets.
Das Management hält indes an seinen ambitionierten Zielen fest. Bis 2027 sollen die Reserven auf 210.000 Bitcoin ausgebaut werden. Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert Metaplanet einen Umsatzanstieg auf 16 Milliarden Yen und einen operativen Gewinn von 11,4 Milliarden Yen.
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