Metaplanet: ¥25,422 Milliarden für Bitcoin-Käufe
Metaplanet emittiert 50-Millionen-Dollar-Anleihe zur Bitcoin-Aufstockung. Optionsgeschäfte senken den Einstandspreis, während ein Index-Ausschluss droht.

- 50 Millionen Dollar frische Liquidität
- Optionsstrategien senken Kaufkosten
- TOPIX-Index-Ausschluss droht
- Kursziel: 100.000 Bitcoin bis 2026
Metaplanet treibt seine aggressive Krypto-Strategie weiter auf die Spitze. Das japanische Unternehmen sichert sich frische Millionen zum Nulltarif, um den eigenen Bitcoin-Bestand massiv aufzustocken. Marktakteure reagieren allerdings nervös auf das komplexe Finanzierungsgeflecht.
Die 20. Nullkupon-Anleihe spült 50 Millionen US-Dollar in die Kassen. Der langjährige Finanzierungspartner EVO Fund zeichnete das gesamte Volumen. Metaplanet zahlt für dieses unbesicherte Papier bis zur Fälligkeit im April 2027 keine Zinsen.
Parallel dazu passt das Management die Kapitalallokation an. Aus der Ausgabe neuer Bezugsrechte fließen milliardenschwere Yen-Beträge direkt in neue Bitcoin-Käufe. Ein weiterer Teil der Erlöse ist fest für die spätere Tilgung der Anleihen reserviert. Das Konstrukt ermöglicht den Japanern den Zugang zu zinslosem Kapital.
An der Börse sorgte die Ankündigung für Abgabedruck. Die Aktie gab in einer ersten Reaktion um rund vier Prozent auf 339 Yen nach. Leerverkäufer bezweifeln, dass sich diese fortlaufende Finanzierungsschleife bei steigender Krypto-Volatilität aufrechterhalten lässt. Metaplanet zählt an der Tokioter Börse zu den am häufigsten leerverkauften Werten.
Optionsgeschäfte senken den Einstandspreis
Ein oft übersehener Baustein der Strategie ist das aktive Management der Bestände. Metaplanet nutzt besicherte Optionsstrategien auf einen strikt abgetrennten Teil seiner Coins. Dieses Geschäft generierte im ersten Quartal umgerechnet 18,6 Millionen US-Dollar an Einnahmen. Dadurch sinkt der effektive Kaufpreis der Kryptowährungen auf gut 76.000 US-Dollar pro Stück.
Diese Einnahmen sind dringend nötig. Das Unternehmen hielt Ende März knapp 40.200 Bitcoin in seinen Büchern. Der durchschnittliche Kaufpreis liegt mit rund 100.000 US-Dollar deutlich über dem aktuellen Marktniveau. Daran ändert auch die jüngste Erholung der Leitwährung auf über 77.000 US-Dollar vorerst wenig.
Index-Ausschluss und ehrgeizige Ziele
Ein regulatorisches Risiko bedroht indes die weitere Expansion. Die japanische Börsenbetreiberin JPX prüft einen Vorschlag, Unternehmen mit einem Krypto-Anteil von über 50 Prozent aus dem TOPIX-Index auszuschließen. Eine Entscheidung fällt voraussichtlich bis zum 7. Mai. Ein Ausschluss würde Metaplanet von wichtigen passiven Kapitalströmen abschneiden.
Mitte Mai folgen die offiziellen Quartalszahlen. Das Management muss dann beweisen, ob das operative Geschäft die ambitionierten Wachstumspläne stützt. Das erklärte Ziel lautet 100.000 Bitcoin bis Ende 2026. Um diese Marke zu erreichen, muss Japans größter Krypto-Aktionär im laufenden Jahr noch fast 60.000 weitere Coins erwerben.
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