Metro: Blick in eine ungewisse Zukunft

Der Handelskonzern Metro wird für die Anleger immer mehr zum unkalkulierbaren Überraschungspaket. Was als relativ gesichert dabei gilt, ist die beschlossene Trennung von der Supermarktkette Real.

Allerdings dürfte dies kein leichtes Unterfangen werden, obwohl im Verkaufspaket auch 65 Immobilien in teilweise Toplagen enthalten sind. Doch Real bleibt operativ ein Problemfall. Wobei schon jetzt auch klar sein sollte, dass die hohen Verlustvorträge bei der Supermarktkette nicht auf einen Käufer übertragen werden können.

Was will der neue starke Mann?

Was weitaus schwieriger ist: Was will der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky mit der Metro anstellen? Er hatte bekanntlich eine erste Tranche der Anteile von Haniel übernommen und ist augenscheinlich auch mit Ceconomy handelseinig geworden. Die weiteren Anteile dürften über die Ziehung von entsprechenden Optionen bei Kretinsky landen. Dann käme es zum „Schwur“, nämlich einem Übernahmeangebot, weil Kretinsky dann über 30 % der Metro-Aktien hätte. Was er allerdings insgesamt mit Metro vorhat, lässt er bisher immer noch offen.

Aktie von Metro droht wieder zu kippen

Kein Wunder, dass die Euphorie in der Aktie von Metro inzwischen deutlich abgekühlt ist. Zwar hält sich der Wert immer noch im Bereich deutlich über 13 Euro, den er nach Bekanntgabe der ersten Verkaufspläne erreicht hatte. Aber ein positives Momentum sieht anders aus. Neuen Schub könnte sicherlich die Bekanntgabe eines Verkaufserfolges von Real bringen. Doch Analysten zweifeln, dass Metro sein selbst gestecktes Ziel, den Verkauf bis Frühjahr 2019 über die Bühne zu bringen, einhalten kann.

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