Metro Group geht den Umbau an

Der Handelsriese Metro will sich Mitte 2017 in einen Groß- und Lebensmittel- sowie in einen Elektronikhändler aufspalten. Das Unternehmen ist "für die erfolgreiche Aufteilung auf einem guten Weg", versicherte Konzernchef Olaf Koch. Im laufenden Geschäftsjahr 2016/2017 traut sich Metro in der aktuellen Struktur leichte Zuwächse bei Umsatz und operativem Ergebnis zu. Gelingt die Aufspaltung wie geplant, soll es zu einer Anpassung der Prognose kommen.

© Metro Group

Die Konzernspitze will die Spaltung des Unternehmens, weil man sich dadurch mehr Schlagkraft für die beiden Unternehmensteile verspricht. Bis zur Jahresmitte 2017 sollen das angestammte Großhandels-Geschäft (Metro Cash & Carry) und die Real-Supermärkte abgespalten und separat an die Börse gebracht werden.

Die heutigen Metro-Aktionäre sollen zusammen 90 % an der neuen Lebensmittel- und Großhandels-Gesellschaft halten. 10 % der Anteile bleiben bei der neuen Metro AG, die damit wertvoller gemacht werden soll. Schon Ende September wurden beide Firmenteile organisatorisch getrennt. Bei der Hauptversammlung Anfang Februar soll die Aufspaltung besiegelt werden.

Metro erwartet weiteres Wachstum

Die Metro Group hat im Geschäftsjahr 2015/2016 ihre Neuausrichtung fortgesetzt und dabei das angestrebte Umsatz- und Ergebnisziel erreicht. Das EBIT vor Sonderfaktoren lag im Berichtsjahr bei 1,56 Mrd. Euro und damit um 119 Mio. Euro über dem vergleichbaren wechselkursbereinigten Vorjahreswert.

„Die Entwicklung im Geschäftsjahr 2015/16 zeigt einmal mehr, dass wir mit unserer Strategie und dem kontinuierlichen Transformationsprozess auf dem richtigen Weg sind", sagte Koch. "Sowohl bei Metro Cash & Carry als auch bei Media-Saturn ist uns eine nachhaltig positive Umsatzentwicklung gelungen, die sich auch im Ergebnis widerspiegelt. Bei Real haben wir weitere wichtige Fortschritte bei der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit gemacht.“

Um die Aktionäre weiterhin an der positiven Geschäftsentwicklung zu beteiligen, wird der Hauptversammlung am 06. Februar eine unveränderte Dividende von einem Euro je Stammaktie vorgeschlagen.

Für 2017 erwartet die Metro Group beim EBIT vor Sonderfaktoren insgesamt eine leichte Steigerung gegenüber dem Wert des Geschäftsjahres 2015/2016, allerdings inklusive niedrigerer Erträge aus Immobilienveräußerungen als im Vorjahr.

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