Metro mit weniger Umsatz

Die Erlöse des Düsseldorfer Handelskonzerns Metro sanken im ersten Quartal um 0,6 % auf 17 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr verharrte der Umsatz flächenbereinigt mit einem kleinen Plus von 0,1 %.

„Insgesamt haben wir uns in einem anspruchsvollen Marktumfeld im Weihnachtsquartal solide behauptet. An unserer Prognose für das Geschäftsjahr 2016/2017 halten wir unverändert fest“, sagte Olaf Koch, Vorstandsvorsitzender der Metro AG. Zu Beginn des wichtigsten Quartals der Handelsbranche war Metro noch von einem "freundlichen" Weihnachtsgeschäft ausgegangen.

Beim Großhandelsgeschäft Metro Cash & Carry als größte Vertriebslinie sanken die Erlöse im Zeitraum von Oktober bis Dezember um 0,3 % auf rund 8 Mrd. Euro, flächenbereinigt legte sie minimal um 0,7 % zu. Der Rückgang beim Umsatz durch den Abgang von Metro Cash & Carry Vietnam konnte im letzten Quartal fast komplett aufgefangen werden, während die Geschäfte in Deutschland, Belgien und den Niederlanden aufgrund fortgeführter Aufspaltungsbemühungen und eines schwierigen Marktumfelds rückläufig waren. Die Geschäfte in Spanien, der Türkei und China entwickeln sich dagegen positiv.

Sparten von Metro mit wechselhaften Ergebnissen

Die Umsätze der Elektronik-Ketten Media Markt/Saturn stagnierten und erreichten im Berichtszeitraum 6,9 Mrd. Euro. Der Umsatz von Real ging weiter um 4 % auf 2,1 Mrd. Euro zurück. Metro erklärte dieses Minus sowohl mit Schließungen als auch mit einem schwierigen Geschäft mit Lebensmitteln.

Die Währungseffekte belasteten das Ergebnis des MDAX-Konzerns nur minimal mit einem Minus von 0,1. Während der russische Rubel Stärke zeigte, wirkten sich die Währungen anderer Länder wie z.B. der Türkei negativ auf den Umsatz aus.

Gesamtprognose bekräftigt

Die Gesamtjahresprognose wurde vom Unternehmen mit den ersten Quartalszahlen bekräftigt. Der vor der Aufspaltung stehende Konzern hatte zuletzt einen leichten wechselkursbereinigten Anstieg von Umsatz und EBIT vor Sonderfaktoren angekündigt. Auch flächenbereinigt erwartet Metro ein leichtes Wachstum.

Nach der Aufspaltung an die Börse

Nach der Aufspaltung soll der Ausblick von Metro allerdings weiter angepasst werden. Das Handelsunternehmen will sich in einen Lebensmittel- und einen Elektronikhandels-Konzern mit dem Namen Ceconomy teilen. Beide Unternehmen sollen nach der Aufspaltung an der Börse notieren. Über die Trennung müssen die Aktionäre allerdings auf der Hauptversammlung Anfang Februar noch entscheiden. Stimmen sie zu, wird die Umsetzung für Mitte 2017 angestrebt.

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