Metso: 30-Millionen-Deal in Südamerika
Metso sichert sich einen Dreijahresvertrag über Brecherverschleißteile in Südamerika und baut sein margenstarkes Servicegeschäft weiter aus.

- Dreijahresvertrag über 30 Millionen Euro
- Komplette Lagerverwaltung vor Ort
- Fokus auf langlebige MX-Technologie
- Aktie reagiert leicht positiv
Ein neuer Dreijahresvertrag in Südamerika bringt Metso auf Wachstumskurs. Der finnische Anlagenbauer hat einen Auftrag über Brecherverschleißteile an einem großen Minenstandort im Volumen von rund 30 Millionen Euro erhalten. Die ersten Bestellungen wurden noch im ersten Quartal 2026 verbucht.
Recurring Revenue als Geschäftsmodell
Der Deal ist mehr als nur eine Liefervereinbarung. Metso übernimmt die komplette Lagerverwaltung vor Ort, liefert technischen Support und überwacht die Leistung der Maschinen. Im Zentrum steht die firmeneigene MX-Technologie, die die Lebensdauer der Brecherauskleidungen im Vergleich zu Standardkomponenten verdoppeln soll. Die Folge: weniger Ausfallzeiten, höhere Sicherheit für den Kunden.
Emilio Lamas, Vizepräsident des Unternehmens, betont, dass die Partnerschaft vor allem auf eine verbesserte Kundenerfahrung und höhere Betriebseffizienz abzielt.
Die Aktie reagiert verhalten positiv auf die Nachricht. Am Dienstag notiert Metso bei 15,80 Euro – ein Plus von 0,32 Prozent im Vergleich zum Vortag. Seit Jahresbeginn liegt das Papier mit 4,50 Prozent im Plus. Der 50-Tage-Durchschnitt von 15,32 Euro ist damit klar überschritten, ebenso die 100-Tage-Linie bei 15,61 Euro. Der RSI von 55,9 signalisiert eine neutrale bis leicht positive Tendenz. Das 52-Wochen-Hoch bei 17,91 Euro aus dem Februar liegt allerdings noch rund zwölf Prozent entfernt.
Strategischer Fokus auf Aftermarket
Der Auftrag passt in Metsos übergeordnete Strategie, das margenstarke Servicegeschäft weiter auszubauen. Das „Metso Plus“-Programm setzt auf Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz. Erst kürzlich erhielt Metso India den ASSOCHAM Business Excellence Award 2026 für Innovationen im Bergbaumaschinenbau – insbesondere für Technologien, die den Strom- und Medienverbrauch um bis zu 30 Prozent senken.
Während der schwedische Rivale Sandvik im zweiten Quartal 2026 Großaufträge im mexikanischen Untertagebau vermelden konnte – darunter einen Deal über 35,2 Millionen US-Dollar – setzt Metso gezielt auf wiederkehrende Umsätze mit Spezialverschleißteilen. Der südamerikanische Markt bleibt für den Konzern strategisch zentral. Große Kupfer- und Goldminenbetreiber versuchen dort, die steigenden Betriebskosten mit langlebigen Komponenten und automatisierter technischer Unterstützung in den Griff zu bekommen.
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