Micron: 550-Dollar-Ziel impliziert 21% Upside
Micron Technology profitiert massiv von der KI-Nachfrage, ist mit HBM-Speichern bis Ende 2026 ausverkauft und verzeichnet ein Umsatzwachstum von fast 200 Prozent.

- HBM-Kapazitäten bis Ende 2026 komplett ausgebucht
- Umsatzwachstum von 196 Prozent im letzten Quartal
- Produktion der nächsten HBM-Generation bereits angelaufen
- Analysten sehen weiteres Gewinnwachstum von 75 Prozent
830 Prozent seit 2023. Micron Technology hat sich still und leise zum wohl stärksten KI-Titel des Marktes entwickelt — und überholt dabei Namen, die viel lauter über sich reden.
Allein in den vergangenen zwölf Monaten legte die Aktie um mehr als 530 Prozent zu. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 44 Prozent. Der Kurs liegt aktuell bei rund 387 Euro — knapp vier Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
HBM ausverkauft, Wachstum beschleunigt sich
Der Treiber ist strukturell, nicht zyklisch. KI-Rechenzentren brauchen High-Bandwidth Memory (HBM) in wachsenden Mengen. Microns HBM-Kapazität ist bis Ende 2026 vollständig ausverkauft. Das Management erwartet, dass diese Engpasssituation über das Jahresende hinaus anhält.
Die Zahlen sprechen für sich. Im zweiten Quartal des Fiskaljahres 2026 wuchs der Umsatz um 196 Prozent auf 23,8 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn je Aktie kletterte auf 12,20 Dollar — ein Plus von 682 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das laufende Quartal schätzen Analysten einen Umsatz von 33,5 Milliarden Dollar. Das wäre ein Wachstum von 150 Prozent in neun Monaten.
Die knappe HBM-Verfügbarkeit wirkt sich auch auf Standard-Speicher aus. Weil Micron seine Wafer-Kapazitäten für HBM-Aufträge reserviert, schrumpft das Angebot an DDR5-Chips. Die Preise ziehen an, die Margen steigen quer durch das Produktportfolio.
Nächste Generation bereits in Produktion
Micron produziert bereits HBM4 in Serie — für Nvidias kommende Vera-Rubin-Plattform. Die nächste Stufe, HBM4e, soll 2027 anlaufen. Das Unternehmen baut seinen technologischen Vorsprung also aktiv aus, während die Konkurrenz noch aufholt.
Wall Street honoriert das. Der Analystenkonsens sieht das Gewinnwachstum bei rund 75 Prozent jährlich bis zum Fiskaljahr 2028. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 20 wirkt gemessen daran günstig. Das Kursziel der Analysten liegt im Median bei 550 Dollar — rund 21 Prozent über dem aktuellen Kurs. Institutionelle Investoren bauen ihre Positionen aus: Im jüngsten Quartal erhöhten netto mehr als 500 Fonds ihre Bestände.
Das Risiko: der nächste Zyklus
Speicherchips folgen historisch einem Boom-Bust-Muster. Die aktuelle Knappheit entsteht, weil neue Fabrikkapazitäten 18 bis 24 Monate Vorlaufzeit brauchen. Das sichert den Engpass bis weit in 2027. Was danach kommt, ist weniger klar.
Samsung und SK Hynix investieren massiv in neue Kapazitäten. Wenn deren Anlagen hochfahren, könnte das Angebot schnell drehen. Microns Ergebnisse hängen dann stark davon ab, wie diszipliniert die Branche bei der Kapazitätssteuerung bleibt. Diese Woche liefern Zahlen von Texas Instruments, SK Hynix und Intel erste Hinweise darauf, wie sich die Nachfrage im breiteren Halbleitermarkt entwickelt — und ob Microns Dynamik Bestand hat.
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