Micron Aktie: 33,5 Milliarden Dollar Q3-Guidance
Micron startet 1-alpha-DRAM-Fertigung in Virginia. Analysten sehen Kurspotenzial bis 1.100 Dollar bei steigender Nachfrage.

- Produktionsstart in Manassas, Virginia
- Zwei Milliarden Dollar Investition
- Umsatzsprung auf 23,86 Milliarden Dollar
- Analysten erhöhen Kursziele deutlich
Micron hat am 22. Mai 2026 in Manassas, Virginia, offiziell die Produktion von 1-alpha-DRAM aufgenommen — ein Meilenstein, der den Halbleiterkonzern mitten in eine der aufregendsten Wachstumsphasen seiner Geschichte katapultiert. Die Aktie schloss den Freitag mit einem leichten Minus von 1,36 Prozent bei 647 Euro, bleibt aber auf Jahressicht mit einem Plus von über 140 Prozent einer der stärksten Werte im Sektor.
Das Virginia-Werk als strategischer Anker
Hinter der Produktionsaufnahme steckt eine Investition von zwei Milliarden Dollar — Teil einer umfassenden Inlandsstrategie, die auf 200 Milliarden Dollar angelegt ist. Das Werk in Manassas ist die einzige 300-Millimeter-Halbleiterfabrik in den USA, die vollständig in amerikanischem Besitz ist. Die Kapazität für DDR4-Wafer soll sich dort vervierfachen.
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CEO Sanjay Mehrotra hat klar kommuniziert, worauf das Werk abzielt: langlebige Produkte für Automobil-, Verteidigungs-, Luft- und Raumfahrt- sowie Medizintechnikmärkte. Die vollständige Prozessqualifizierung soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Bis dahin kämpft Micron mit einem strukturellen Engpass: Derzeit kann das Unternehmen nur zwischen 50 und 66 Prozent der Kundenbestellungen erfüllen.
Zölle als zweischneidiges Schwert
Parallel zur Werkseröffnung sorgte eine Aussage des US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer für Bewegung. Umfassende Halbleiterzölle seien zwar ein strategisches Instrument, würden aber nicht sofort eingeführt — sondern zum „geeigneten Zeitpunkt“ und in einer Höhe, die internationale Wettbewerber unter Druck setze, ohne bestehende Lieferketten zu stören.
Für inländische Produzenten wie Micron enthält das Konzept einen klaren Vorteil: Unternehmen, die ihre Fertigung in die USA verlagern, sollen von Importquoten profitieren. Das übergeordnete Ziel der Regierung ist es, binnen zwei bis drei Jahren 50 Prozent der globalen Halbleiterproduktion in die USA zu holen. Micron ist dabei gut positioniert — trägt aber auch das Risiko, dass eine abrupte Zollpolitik kurzfristig Lieferketten destabilisiert.
Umsatzexplosion und hohe Erwartungen
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Im zweiten Fiskalquartal 2026 erzielte Micron einen Umsatz von 23,86 Milliarden Dollar — nach 8,05 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Für das dritte Quartal stellt das Unternehmen 33,5 Milliarden Dollar in Aussicht.
Analysten haben ihre Kursziele entsprechend angepasst. Citi hob das Ziel auf 840 Dollar an und begründete dies mit einem erwarteten DRAM-Preisanstieg von 40 Prozent im laufenden Quartal. HSBC und Melius Research gehen noch weiter und sehen das Kurspotenzial bei 1.100 Dollar.
Kapazitätsausbau bis 2029
Manassas ist nur der Anfang. Die ersten Wafer aus dem Boise-Werk in Idaho werden für Mitte 2027 erwartet, die New Yorker Fabrik soll 2029 in Betrieb gehen. Das schafft langfristige Kapazitätsperspektiven — birgt aber auch ein Risiko: Einige Analysten warnen vor möglicher Überkapazität im Speichermarkt bis 2027, sollte die KI-getriebene Nachfrage schwächer ausfallen als erwartet. Wie stark der DRAM-Preiszyklus bis dahin trägt, wird maßgeblich darüber entscheiden, ob die ambitionierten Umsatzziele Bestand haben.
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