Micron Aktie: 33,5 Milliarden Dollar Q3-Prognose

Ein einziges Quartal, das den Umsatz ganzer Vorjahre übertrifft. Micron Technology liefert derzeit Wachstumsraten, die selbst in der boomenden Halbleiterbranche auffallen. Am Mittwoch stellt sich das Management auf einer J.P.-Morgan-Konferenz in Boston den Fragen der Investoren. Die Aktie reagiert im Vorfeld mit hoher Volatilität. Aktuell notiert das Papier bei 631,20 Euro und verzeichnet ein Plus von 1,15 Prozent zum Vortag. Seit Jahresbeginn steht ein massiver Kursgewinn von rund 135 Prozent zu Buche.
Prognosen sprengen historische Maßstäbe
Die Messlatte für die Ende Mai anstehenden Zahlen zum dritten Geschäftsquartal liegt extrem hoch. Das Management stellt einen Umsatz von 33,5 Milliarden US-Dollar in Aussicht – ein Wachstum von 260 Prozent. Beim Gewinn je Aktie rechnet die Führungsetage mit einem massiven Sprung auf 18,90 US-Dollar.
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Diese Einzelquartals-Prognose übersteigt die jeweiligen Jahresumsätze des Unternehmens bis einschließlich 2024. Die Basis für diese Entwicklung bilden enorme Margen. Im zweiten Quartal kletterte die Bruttomarge auf knapp 75 Prozent. Analysten von Gartner erwarten, dass die Vertragspreise für DRAM-Speicher im Gesamtjahr um 125 Prozent anziehen.
Volle Auftragsbücher, moderate Bewertung
Ein wesentlicher Treiber ist der anhaltende Boom bei Künstlicher Intelligenz. Die Kapazitäten für HBM-Speicherchips (High Bandwidth Memory) sind bereits bis Ende 2026 restlos ausverkauft. Micron profitiert hier direkt von der massiven Nachfrage globaler Cloud-Anbieter.
Trotz der rasanten Kursrallye – die Aktie markierte Mitte Mai ein 52-Wochen-Hoch bei 685,40 Euro – bleibt die Bewertung moderat. Auf Basis der erwarteten Gewinne für das Geschäftsjahr 2026 wird Micron mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 12,9 gehandelt. Dieser Wert liegt deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt des Unternehmens.
Strategischer Rückzug aus China
Parallel dazu vollzieht der Konzern einen tiefgreifenden strategischen Umbau. Micron zieht sich aus dem chinesischen Markt für Rechenzentren zurück. Vorausgegangen waren Restriktionen der Regierung in Peking gegen Produkte des US-Konzerns. Die Belieferung chinesischer Kunden in den Bereichen Automobil und Smartphones läuft indes weiter.
Im vergangenen Geschäftsjahr steuerte Festlandchina noch rund 12 Prozent zum Gesamtumsatz bei. Der Fokus verschiebt sich nun noch stärker auf hochmargige KI-Speicherlösungen für westliche Abnehmer. Das Management nimmt damit bewusst Abstand von margenschwächeren Standardkomponenten.
Am 20. Mai äußert sich das Management auf der J.P.-Morgan-Konferenz in Boston. Marktteilnehmer erhoffen sich konkrete Signale zu künftigen HBM4-Lieferverträgen und der Preisentwicklung über 2026 hinaus. Äußerungen zu den finanziellen Auswirkungen des China-Rückzugs dürften den Kurs kurzfristig ebenfalls bewegen.
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