Micron Aktie: DA Davidson hebt Ziel auf 1.500 Dollar

Analysten sehen 59 Prozent Potenzial bei Micron. KI-Nachfrage treibt Speicherchiphersteller zu Rekordumsätzen und Dividendenplus.

Die Kernpunkte:
  • Kursziel von DA Davidson auf 1.500 Dollar angehoben
  • Quartalsdividende um 30 Prozent gesteigert
  • HBM-Kapazität für 2026 vollständig ausgebucht
  • Umsatzwachstum von 196 Prozent im zweiten Quartal

Micron Technology durchbricht die Billionen-Dollar-Marke — und die Analysten ziehen nach. DA Davidson hebt das Kursziel von 1.000 auf 1.500 Dollar an. Gleichzeitig erhöht der Konzern die Dividende um 30 Prozent. Die Aktie kletterte am Freitag um knapp drei Prozent auf 817 Euro und markierte ein neues Allzeithoch.

DA Davidson sieht 59 Prozent Potenzial

Die Investmentbank DA Davidson hat am Donnerstag ihre Bewertung angepasst. Das neue Kursziel liegt bei 1.500 Dollar — 50 Prozent über der bisherigen Marke. Die Analysten bekräftigen ihre Kaufempfehlung und verweisen auf die fundamentale Stärke des Geschäfts. Der Treiber: KI-getriebene Nachfrage nach Speicherlösungen. Die jüngsten Quartalszahlen lagen deutlich über den Erwartungen.

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Micron erreichte kürzlich eine Marktkapitalisierung von rund 1,06 Billionen Dollar. Die Aktie hat sich binnen zwölf Monaten fast verzehnfacht — ein Plus von 859 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Zuwachs von 204 Prozent zu Buche.

Dividende steigt um 30 Prozent

Der Verwaltungsrat beschloss am 27. Mai eine kräftige Anhebung der Quartalsdividende. CEO Sanjay Mehrotra begründete den Schritt mit der „anhaltenden Stärke“ des Geschäfts. Speicherlösungen seien zu einem strategischen Asset für KI-Kunden geworden.

Die Zahlen untermauern diese Einschätzung. Im zweiten Geschäftsquartal meldete Micron einen Umsatz von 23,86 Milliarden Dollar — ein Plus von 196 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie erreichte 12,20 Dollar und übertraf die Konsensschätzung von 9,19 Dollar deutlich.

HBM-Kapazität bis 2027 ausverkauft

Der Engpass bei High-Bandwidth Memory (HBM) verschafft Micron erhebliche Preissetzungsmacht. Die gesamte HBM-Produktionskapazität für 2026 ist ausverkauft. Große Teile der Fertigung für 2027 sind bereits durch langfristige Verträge gebunden.

Das Angebot deckt derzeit nur 50 bis 65 Prozent der mittelfristigen Kundennachfrage. Analysten von UBS sehen darin einen strukturellen Wandel: weg von zyklischer Commodity-Preisbildung, hin zu vertraglich abgesicherten Erlösmodellen. Diese Entwicklung könnte eine Neubewertung der Aktie auslösen — ähnlich wie bei führenden KI-Hardware-Anbietern.

Ausblick auf das dritte Quartal

Am 24. Juni folgt die nächste Bilanzvorlage. Micron erwartet für das dritte Geschäftsquartal einen Umsatz von rund 33,5 Milliarden Dollar. Das entspräche einem Anstieg von 260 Prozent im Jahresvergleich. Die Bruttomarge könnte auf 81 Prozent klettern.

Einige Beobachter warnen vor technischer Überdehnung nach dem rasanten Kursanstieg. Der Fokus bleibt dennoch auf der beschleunigten Dynamik im KI-Speichergeschäft. Die Frage ist nicht, ob die Nachfrage trägt — sondern wie schnell Micron die Kapazitäten hochfahren kann.

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