Micron Aktie: Starker Rückenwind

Micron profitiert von stark steigenden Speicherpreisen und KI-Nachfrage. Das Unternehmen erwartet ein Rekordquartal und investiert Milliarden in Kapazitätserweiterungen.

Die Kernpunkte:
  • Wolfe Research erhöht Kursziel auf 500 Dollar
  • Erwartung eines Umsatzwachstums von 132 Prozent
  • Milliardenschwere Fabrikerweiterung in Singapur
  • Speicherknappheit soll bis 2027 andauern

Analyst-Upgrade, Rekordquartal in Sicht und eine milliardenschwere Fabrikerweiterung in Singapur – für Micron Technology verdichten sich gleich mehrere positive Signale zur selben Zeit. Die Aktie reagierte heute mit einem deutlichen Kursanstieg von rund vier Prozent und notiert damit knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

Wolfe Research hebt Kursziel auf 500 Dollar

Den stärksten Impuls lieferte heute Wolfe Research. Analyst Chris Caso erhöhte sein Kursziel für Micron von 350 auf 500 Dollar – ein Anstieg von 43 Prozent – und bekräftigte seine Outperform-Einstufung. Kern seiner Argumentation: Speicherpreise steigen schneller als erwartet, und die KI-Nachfrage dürfte diesen Trend über Jahre hinweg stützen.

Konkret erwartet Caso, dass DRAM-Preise im Jahr 2026 um rund 100 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen könnten, NAND-Preise um etwa 95 Prozent. Der Speicherbedarf von KI-Plattformen soll 2026 um 124 Prozent wachsen und 2027 nochmals um 143 Prozent. Auf dieser Basis modelliert Wolfe Research für das Kalenderjahr 2026 einen Umsatz von 94 Milliarden Dollar und einen Gewinn je Aktie von 44 Dollar – für 2027 sogar 125 Milliarden Dollar Umsatz und 61 Dollar EPS.

Wolfe Research ist damit nicht allein. Von 27 Wall-Street-Analysten, die Micron abdecken, empfehlen 26 die Aktie zum Kauf. Aletheia Capital setzt das Kursziel bei 650 Dollar, Stifel bei 550 Dollar, UBS bei 475 Dollar – alle mit Verweis auf KI-getriebene Nachfrage und anhaltende Angebotsknappheit bis 2028.

Rekordquartal erwartet – Zahlen kommen am 18. März

Am 18. März legt Micron seine Ergebnisse für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Das Management selbst erwartet einen Umsatz von 18,7 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 8,42 Dollar – gegenüber 8 Milliarden Dollar Umsatz und 1,56 Dollar EPS im Vorjahreszeitraum entspräche das einem Wachstum von 132 Prozent.

Das erste Quartal hatte bereits gezeigt, wohin die Reise geht: Umsatz von 13,64 Milliarden Dollar, ein Wachstum von 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und ein Free Cashflow von 3,91 Milliarden Dollar – beides Unternehmensrekorde. Die Bruttomarge stieg von 38,4 auf 56,0 Prozent.

Singapur-Expansion und neue Partnerschaft

Parallel zur kurzfristigen Dynamik baut Micron seine Produktionskapazitäten massiv aus. Im Januar startete das Unternehmen in Singapur eine Erweiterungsinvestition von 24 Milliarden Dollar, die die Reinraumfläche am Standort um rund 70 Prozent erhöhen soll – ausgelegt auf die Produktion von NAND-Flash-Speicher der nächsten Generation. Singapur ist dabei kein Randstandort: Micron produziert dort bereits 98 Prozent seiner Flash-Speicherchips. Zusätzlich entsteht am selben Standort eine 7-Milliarden-Dollar-Anlage für die Fertigung von High-Bandwidth-Memory-Chips, die ab 2027 zur Versorgung beitragen soll.

Anfang dieser Woche kam eine weitere Meldung hinzu: Applied Materials und Micron wollen gemeinsam die Entwicklung von KI-Speicher beschleunigen. Beide Unternehmen arbeiten künftig an neuen Materialien, Prozesstechnologien und Architekturen für HBM, DRAM und NAND.

Trotz all dieser Kapazitätserweiterungen gehen Analysten davon aus, dass die Speicherknappheit bis weit in das Jahr 2027 andauern wird – der Zeitraum zwischen Baustart und Serienproduktion beträgt typischerweise mehrere Jahre. Micron hat seine gesamte HBM-Produktion für 2026, einschließlich der neuen HBM4-Generation, bereits vollständig unter Vertrag. Die Quartalszahlen am 18. März werden zeigen, ob das Unternehmen die inzwischen sehr hohen Erwartungen auch operativ einlösen kann.

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