Micron Aktie: Streik-Ende in Taiwan?
Die Micron-Aktie gewann 2,7 Prozent, während Anleger wieder in Chipwerte einstiegen; zugleich meldete das Unternehmen mehrere Personal- und Materialinitiativen.

- Micron-Aktie legte um 2,7 Prozent zu
- Anleger kehrten zu Halbleiterwerten zurück
- Weltweite Quartalsboni ab Geschäftsjahr 2027 angekündigt
- Finanzierung für Indium Corporation angekündigt
Micron Technology hat am Freitag im Sog der Erholung bei Halbleiteraktien zugelegt. Medienberichten zufolge kehrten Anleger nach einem scharfen, von Technologiewerten angeführten Ausverkauf zu Chipherstellern zurück. Die Micron-Aktie stieg in diesem Umfeld um 2,7%.
Rückkehr der Anleger zu Chipwerten
Die Berichterstattung führte die Erholung auf die erneute Nachfrage nach Halbleiteraktien zurück, nicht auf eine neue unternehmensspezifische Ankündigung von Micron. Damit stand am letzten Handelstag die Bewegung des Sektors im Vordergrund.
Auf Unternehmensebene berichtete AFP am Donnerstag über einen eintägigen Streik im Micron-Werk in Taoyuan in Taiwan. Hintergrund war ein Streit über Boni und Gewinnbeteiligungen. Der Arbeitsausstand folgte auf eine separate Vereinbarung zwischen Micron Memory Taiwan und der Gewerkschaft in Taichung.
Diese hatten laut Reuters am Mittwoch eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmervertretung über mehrere Streitpunkte unterzeichnet. Zugleich zogen sie sich aus einer angesetzten Vermittlung zurück. Die gemeinsame Erklärung legte die Bedingungen der Einigung nicht offen.
Bonusmodell und Materialversorgung
Reuters zufolge kündigte Micron am Donnerstag an, ab dem Geschäftsjahr 2027 weltweit vierteljährliche Mitarbeiterboni einzuführen. Die Zahlungen sollen an die Unternehmensleistung gekoppelt werden; die finanzielle Entwicklung soll den Umfang des Bonustopfs bestimmen.
Am Dienstag kündigte Micron außerdem eine strategische Finanzierung für Indium Corporation an. Nach Unternehmensangaben soll sie den Ausbau der Raffination kritischer Mineralien und der Herstellung hochreiner Materialien in Rome im Bundesstaat New York unterstützen. Dazu gehört eine langfristige Liefervereinbarung.
Eine Pflichtmitteilung an die SEC weist zudem einen Aktienverkauf von Scott DeBoer, dem Leiter für Technologie und Produkte, aus. Er verkaufte 28.544,572 Aktien im Rahmen eines am 17. Juli beschlossenen Handelsplans nach Regel 10b5-1.
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