Micron Technology Aktie: JPMorgan erwartet höheren Ausblick
JPMorgan prognostiziert Ergebnisse über dem Konsens und rechnet mit einem höheren Ausblick für Microns November-Quartal.

- Micron-Aktie verliert 2,5 Prozent
- JPMorgan erwartet Resultate über Konsens
- Höherer November-Ausblick wird prognostiziert
- HBM4-Hochlauf stützt die Nachfrage
Die Aktie von Micron Technology gerät am heutigen Montag ins Minus und verliert 2,5 Prozent auf 925,80 Euro. Der Grund für die Schwäche liegt nicht im Unternehmen selbst, sondern im makroökonomischen Umfeld. Steigende US-Anleiherenditen und anziehende Rohölpreise belasten heute den gesamten Halbleitersektor. Für mich stellt sich kurz vor den Quartalszahlen am kommenden Mittwoch die Frage, ob diese Nervosität berechtigt ist.
Unterm Strich halte ich den Rücksetzer für eine Übertreibung der Marktteilnehmer. Vor der Veröffentlichung des Berichts zum vierten Geschäftsquartal überwiegen die Belege für eine weiterhin außergewöhnliche operative Stärke. Zins- und Ölsorgen mögen zyklische Branchen bremsen. Die Nachfrage nach Hochleistungsspeicher für Rechenzentren folgt jedoch einer eigenen Dynamik.
Analysten heben die Daumen
Die Analysten von JPMorgan rechnen für das im August beendete Quartal mit Resultaten, die den Konsens übertreffen. Dieser Konsens liegt für den Umsatz bei 51,4 Milliarden $, für die Bruttomarge bei 86,2 Prozent und für den Gewinn je Aktie bei 31,73 $.
Hohe Erwartungen vor dem Rechenschaftsbericht
JPMorgan erwartet zudem, dass Micron den Ausblick für das November-Quartal anhebt. Das Haus verweist auf robustere Signale bei der gesamten Kundennachfrage, eine straffere Management-Perspektive für das Kalenderjahr 2027 sowie eine anhaltende Dynamik beim Hochlauf von HBM4.
Aus meiner Sicht ist genau dieser HBM4-Hochlauf der zentrale Hebel. Sollten sich die Erwartungen an den Produktwechsel bestätigen, dürfte Micron seine Preissetzungsmacht gegenüber den Abnehmern weiter ausbauen. Die Margenprognosen von über 86 Prozent wirken zwar ambitioniert, spiegeln aber die beispiellose Verknappung im Hochleistungssegment wider. Wer jetzt im Vorfeld kalte Füße bekommt, blendet diese Preissetzungsmacht weitgehend aus.
Dass CEO Sanjay Mehrotra am 21. August 37.458 Aktien im Rahmen eines vorgegebenen Handelsplans veräußerte, trübt das Bild kaum. Die Papiere wurden zu Kursen zwischen 959,14 $ und 968,77 $ abgegeben. Solche automatisierten Transaktionen über einen Regelplan dienen üblicherweise der persönlichen Diversifikation des Managements. Ein belastbares Warnsignal für operative Rückschläge lässt sich daraus nicht ableiten.
Fazit: Die Zuversicht überwiegt
Am Mittwoch nach US-Börsenschluss folgt der Moment der Wahrheit. Micron legt die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal 2026 vor. Das Management muss dann liefern und die Vorgaben der Experten untermauern.
Trotz des heutigen Tagesverlusts von 2,5 Prozent spricht das fundamentale Bild für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends. Die Belastungen durch US-Renditen und Rohstoffpreise dürften in den Hintergrund treten, sobald der Speicherspezialist seine tatsächlichen Wachstumsraten präsentiert. Für mich überwiegen die Chancen die Risiken vor den anstehenden Zahlen deutlich.
Micron Technology-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Micron Technology-Analyse vom 28. September liefert die Antwort:
Die neusten Micron Technology-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Micron Technology-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 28. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Micron Technology: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




