Micron Technology Aktie: KI treibt an
Micron profitiert mit ausverkauften HBM-Kapazitäten und steigenden Preisen vom KI-Boom. Analysten sehen strukturelle Angebotsknappheit und heben Kursziel deutlich an.

- Kursziel von Bernstein auf 330 US-Dollar erhöht
- HBM-Kapazitäten für 2026 bereits vollständig ausgebucht
- DRAM-Preise könnten um bis zu 55 Prozent steigen
- Umsatz und Gewinn im letzten Quartal deutlich über Plan
Micron profitiert weiter vom KI-Boom – diesmal gleich von mehreren Seiten. Ein angehobenes Kursziel, Hinweise auf eine sich zuspitzende Angebotsknappheit bei Speicherchips und starke Signale aus der Lieferkette stützen die Rally. Die zentrale Frage: Wie nachhaltig ist dieser Rückenwind für den Speicher-Spezialisten?
Analysten-Upgrade und drohende Knappheit
Auslöser der jüngsten Kursbewegung ist ein optimistisches Update von Bernstein. Analyst Mark Li hat das Kursziel für Micron von 270 auf 330 US-Dollar angehoben und seine Kaufempfehlung bestätigt. Dahinter steht die Einschätzung, dass der Markt in eine Phase struktureller Verknappung läuft – Bernstein spricht vom „Great Memory Pivot“.
Treiber ist vor allem der KI-Boom. Hochleistungs-Speicher (High Bandwidth Memory, HBM) ist unverzichtbar für Beschleuniger-Chips von Nvidia und AMD. Laut aktuellen Daten verdrängt HBM-Produktion zunehmend klassische Consumer-Speicher vom Band. Micron hat bestätigt, dass die komplette HBM-Kapazität für 2026 bereits ausverkauft ist. Bernstein rechnet deshalb allein im ersten Quartal 2026 mit einem Anstieg der durchschnittlichen DRAM-Verkaufspreise um 20 bis 25 Prozent gegenüber dem Vorquartal.
Rückenwind aus der Branche
Zusätzliche Unterstützung kommt aus dem weiteren Halbleitersektor:
- Bernstein hat auch den Ausrüster ASML auf „Outperform“ hochgestuft. Begründung: stark steigende Investitionen von Micron, Samsung und SK Hynix in neue Kapazitäten, um die hohe KI-Nachfrage bedienen zu können.
- Foxconn meldete für das vierte Quartal einen Rekordumsatz von 2,6 Billionen NT-Dollar und übertraf damit die Erwartungen. Als wichtiger Fertiger von AI-Servern und Elektronik gilt Foxconn als Frühindikator für die Hardware-Nachfrage – ein positives Signal auch für den Bedarf an Micron-Speichern.
Damit entsteht das Bild eines Marktes, in dem Kapazitäten hochgefahren werden müssen, um der Nachfrage nach KI-Hardware gerecht zu werden. Für Anbieter wie Micron bedeutet das potenziell steigende Preise und bessere Margen.
Zahlen, Bewertung und Anlegerinteresse
Die aktuelle Rally baut auf starken Zahlen aus dem im Dezember veröffentlichten Geschäftsjahr Q1 2026 auf. Micron steigerte den Umsatz auf 13,64 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 56,7 Prozent im Jahresvergleich. Der Gewinn je Aktie lag mit 4,78 US-Dollar klar über dem Konsens von 3,77 US-Dollar.
Für Q2 2026 gibt sich das Management ebenfalls zuversichtlich: Erwartet wird ein Gewinn je Aktie zwischen 8,22 und 8,62 US-Dollar. Die Bruttomarge soll auf etwa 68 Prozent steigen – gestützt vor allem durch das freundlichere Preisumfeld im Speichermarkt.
Trotz eines Kursanstiegs von über 200 Prozent im Jahr 2025 bleibt die Bewertung laut Artikel moderat: Auf Basis der Schätzungen für 2027 liegt das vorausschauende KGV bei rund 8,7, während das historische KGV noch bei etwa 30 liegt. Institutionelle Investoren sind stark engagiert; rund 80,8 Prozent der Aktien liegen bei größeren Adressen. Jüngste Meldungen zeigen zudem neue Positionen, etwa durch Family Investment Center Inc. mit 3.222 erworbenen Aktien.
Am heutigen Montag notiert der Titel mit rund 314,61 US-Dollar nur knapp unter seinem erst am Freitag erreichten Jahres- und 52-Wochen-Hoch von 315,42 US-Dollar. Auf Sicht von 30 Tagen ergibt sich damit ein Plus von gut 54 Prozent.
Ausblick: Kapazität, Preise, Geopolitik
Aus technischer Sicht bleibt das Bild positiv: Der Kurs liegt deutlich über den 50-, 100- und 200-Tage-Durchschnitten, während der RSI mit rund 45 noch keinen überhitzten Markt signalisiert. Fundamental stützt vor allem die volle Auslastung des HBM-Auftragsbuchs für 2026 und die Erwartung deutlich steigender Standard-DRAM-Preise – im Artikel ist von einem möglichen Anstieg von bis zu 55 Prozent im laufenden Jahr die Rede.
Kurzfristig könnte das übergeordnete Marktumfeld durch Konjunkturdaten wie die anstehenden US-Arbeitsmarktzahlen am Freitag beeinflusst werden. Für Micron selbst rücken andere Punkte in den Vordergrund: Entscheidend wird sein, ob das Unternehmen die geplanten Produktionssteigerungen bei HBM3E tatsächlich umsetzen kann und gleichzeitig die komplexen Lieferketten zwischen Taiwan, China und den USA stabil hält. Solange diese operative Umsetzung gelingt und die KI-Nachfrage hoch bleibt, bleiben die aktuell hohen Bewertungen durch die im Artikel skizzierten Wachstums- und Margenperspektiven gut untermauert.
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