Micron Technology Aktie: Produktion ausverkauft
Die Auftragsbücher von Micron Technology sind für 2026 voll, getrieben durch enorme KI-Nachfrage nach HBM-Speichern. Analysten heben Kursziele massiv an und sehen Raum für Preiserhöhungen.

- Kapazitäten für 2026 bereits komplett vergeben
- UBS und Piper Sandler erhöhen Kursziele auf 400 USD
- Starke Nachfrage nach KI-Speichern HBM3E und HBM4
- Neue Mega-Fab in New York startet Bau im Januar
Während der Kurs von Micron Technology heute eine leichte Verschnaufpause einlegt, zeichnet die fundamentale Lage ein völlig anderes Bild. Namhafte Analysten schrauben ihre Ziele massiv nach oben und melden, dass die Produktionskapazitäten für 2026 bereits „praktisch ausverkauft“ sind. Der scheinbare Widerspruch zwischen fallendem Kurs und boomendem Geschäft wirft einen genauen Blick auf die Hintergründe.
Ziele massiv angehoben
Trotz der leichten Kursverluste von rund einem Prozent am heutigen Donnerstag dominiert Optimismus die Expertenmeinungen. Die Investmentbanken UBS und Piper Sandler erhöhten ihre Kursziele drastisch auf jeweils 400 US-Dollar. Das Aufwärtspotenzial begründen die Analysten mit einer signifikanten Angebotsverknappung.
Laut Piper Sandler ist das Angebot für das gesamte Kalenderjahr 2026 bereits vergeben. Verantwortlich hierfür ist die enorme Nachfrage nach High Bandwidth Memory (HBM), insbesondere der Generation HBM4, die als unverzichtbare Komponente für moderne KI-Beschleuniger gilt. UBS ergänzt, dass Micron derzeit nur etwa 50 bis 75 Prozent der eingehenden Kundenanfragen bedienen kann, was ein extrem günstiges Umfeld für Preiserhöhungen schafft.
Bewertung im Fokus
Untermauert wird diese Entwicklung durch aktuelle Zahlen der Konkurrenz. Samsung Electronics meldete einen operativen Gewinnsprung von 208 Prozent für das vierte Quartal, getrieben durch explodierende Preise bei Speicherchips. Micron reagiert auf diesen „Superzyklus“ mit einer Ausweitung der Kapazitäten: Am 16. Januar erfolgt der Spatenstich für die neue „Mega-Fab“ in New York, ein zentraler Baustein der langfristigen Strategie zur Sicherung der Chipversorgung.
Auch bewertungstechnisch ergibt sich ein spannendes Bild. Zwar legte die Aktie auf 12-Monats-Sicht um über 240 Prozent zu, doch im Vergleich zu anderen KI-Profiteuren wirkt der Titel nicht überteuert. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von etwa 8,4 handelt Micron deutlich günstiger als Nvidia (24,7) oder AMD (32,0). Marktbeobachter interpretieren die aktuelle Konsolidierung unterhalb des 52-Wochen-Hochs daher als Korrektur in einem strukturellen Aufwärtstrend.
Anleger sollten nun den 16. Januar im Blick behalten, wenn der Baubeginn in New York den Fokus erneut auf die Wachstumsstrategie lenkt. Da die Auftragsbücher für 2026 gefüllt sind und die Angebotssituation laut Analysten bis ins Jahr 2027 angespannt bleiben dürfte, bleibt die Fähigkeit zur Effizienzsteigerung bestehender Anlagen vorerst der wichtigste Hebel für das Unternehmen.
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