Microsoft: £2,1-Milliarden-Klage in Großbritannien
Microsoft senkt Preise für Xbox Game Pass, verzichtet aber auf Day-One-Releases für Call of Duty. Gleichzeitig lässt ein britisches Gericht eine milliardenschwere Sammelklage gegen das Cloud-Geschäft zu.

- Preissenkung für Xbox Game Pass Ultimate
- Keine Day-One-Releases für Call of Duty mehr
- Milliardenklage wegen Cloud-Preispolitik zugelassen
- Börse blickt auf kommende Quartalszahlen
Ein Strategiewechsel im Gaming-Sektor trifft auf juristischen Gegenwind im Cloud-Geschäft. Wenige Tage vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen ordnet Microsoft sein Abonnement-Modell neu. Parallel dazu lässt ein britisches Gericht eine milliardenschwere Sammelklage gegen den Tech-Konzern zu.
Strategiewechsel im Gaming-Geschäft
Microsoft reduziert die Preise für seinen Xbox Game Pass mit sofortiger Wirkung. Das Ultimate-Abonnement kostet künftig 22,99 US-Dollar im Monat, was einem Abschlag von rund 23 Prozent entspricht. Der PC Game Pass verbilligt sich auf 13,99 Dollar. Damit nimmt das Management einen Teil der drastischen Preiserhöhungen vom vergangenen Oktober zurück.
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Einem internen Memo von Xbox-Chefin Asha Sharma zufolge war der Dienst für viele Spieler schlicht zu teuer geworden. Die günstigeren Tarife fordern allerdings einen inhaltlichen Tribut. Neue Titel der populären „Call of Duty“-Reihe erscheinen künftig nicht mehr am Tag ihrer globalen Veröffentlichung im Game Pass.
Abonnenten müssen sich stattdessen rund ein Jahr bis zum Weihnachtsgeschäft gedulden. Der Grund für diesen Schritt liegt in der Bilanz. Die sofortige Inklusion des Shooters im Jahr 2025 kostete Microsoft schätzungsweise 300 Millionen Dollar an direkten Verkaufserlösen.
Milliardenklage in Großbritannien
Abseits des Gaming-Marktes baut sich in London juristischer Druck auf. Das Competition Appeal Tribunal machte den Weg für eine Sammelklage im Volumen von 2,1 Milliarden britischen Pfund frei. Die Klage vertritt fast 60.000 britische Unternehmen.
Die Wettbewerbsanwältin Maria Luisa Stasi wirft Microsoft vor, Kunden bei Windows-Server-Lizenzen systematisch benachteiligt zu haben. Wer die Software auf konkurrierenden Cloud-Plattformen wie Amazon Web Services oder Google Cloud nutzte, musste demnach überhöhte Preise zahlen. Die Kläger sehen darin eine gezielte Preisstrafe, um Nutzer in Microsofts eigene Azure-Infrastruktur zu drängen.
Blick auf die Quartalszahlen
An der Börse reagierten Investoren gelassen auf die Nachrichtenflut. Die Microsoft-Aktie schloss am Dienstag bei 361,40 Euro und verzeichnete damit auf Sicht von 30 Tagen ein solides Plus. Der Kurs notiert komfortabel über der 50-Tage-Linie von 336,65 Euro. Seit Jahresbeginn steht allerdings noch ein Minus von gut zehn Prozent auf der Anzeigetafel.
Der Fokus des Marktes richtet sich nun auf den 29. April. An diesem Tag legt Microsoft die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal vor. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 4,07 Dollar bei einem Umsatz von bis zu 81,75 Milliarden Dollar. Der Bericht wird konkrete Daten zum Wachstum der Azure-Cloud und zur Monetarisierung der jüngsten KI-Integrationen liefern.
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