Microsoft: 8.750 Mitarbeiter im Buyout-Programm

Microsoft startet ein Abfindungsprogramm für US-Mitarbeiter, während der Konzern massiv in KI investiert. Die Aktie verliert an Wert, Quartalszahlen stehen bevor.

Die Kernpunkte:
  • Freiwilliges Abfindungsprogramm für US-Mitarbeiter
  • KI- und Copilot-Teams vom Abbau ausgenommen
  • 145 Milliarden Dollar KI-Investitionen geplant
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn fast zwölf Prozent

Microsoft startet sein erstes freiwilliges Abfindungsprogramm für US-Mitarbeiter. Rund 8.750 Stellen sollen wegfallen — während der Konzern gleichzeitig Hunderte Milliarden in künstliche Intelligenz pumpt. Das ist kein Widerspruch, sondern Kalkül.

Wer gehen darf — und wer nicht

Das Programm richtet sich gezielt an langjährige Mitarbeiter. Die sogenannte „Rule of 70″ entscheidet über die Berechtigung: Alter plus Dienstjahre müssen zusammen mindestens 70 ergeben. Teilnehmen können Mitarbeiter bis zur Ebene Senior Director.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Microsoft?

Ausdrücklich ausgenommen sind KI- und Copilot-Teams sowie Vertriebsmitarbeiter mit variablen Vergütungsplänen. Am 7. Mai erhalten berechtigte Mitarbeiter die Details. Danach haben sie 30 Tage Zeit, sich zu entscheiden.

Die Abfindungskonditionen stehen noch nicht fest. Als Maßstab gilt das Paket aus dem Jahr 2023: zwölf Wochen Grundgehalt plus zwei Wochen je Dienstjahr.

KI kostet — und soll sich rechnen

Der Personalabbau ist direkt mit Microsofts KI-Strategie verknüpft. Für das laufende Geschäftsjahr plant der Konzern Investitionen von rund 145 Milliarden Dollar in KI- und Cloud-Infrastruktur. Allein im letzten Quartal flossen 37,5 Milliarden Dollar in den Ausbau von Azure-Rechenzentren und die OpenAI-Integration.

Die Märkte reagierten verhalten. Am Tag der Ankündigung, dem 23. April, verlor die Aktie knapp vier Prozent. Aktuell notiert das Papier bei 356,20 Euro — rund 24 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Juli 2025. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von fast zwölf Prozent.

Quartalszahlen, Klage, Auslandsoffensive

Am 29. April legt Microsoft seine Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Der Marktkonsens erwartet einen Umsatz von 81,4 Milliarden Dollar — ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie soll bei 4,06 Dollar liegen.

Oppenheimer senkte am 27. April das Kursziel von 630 auf 515 Dollar. Die Bank verweist auf KI-bedingte Risiken für das Microsoft-365-Ökosystem und wachsenden Wettbewerbsdruck. Das „Outperform“-Rating behält sie dennoch bei.

Parallel läuft der Prozess zwischen Elon Musk und OpenAI. CEO Satya Nadella soll als Zeuge aussagen. Musk wirft OpenAI vor, seine ursprüngliche gemeinnützige Mission verraten zu haben — ein Verfahren, das Microsofts milliardenschwere Partnerschaft mit dem KI-Labor belasten könnte.

International baut Microsoft derweil aus. Eine Investition von 25 Milliarden australischen Dollar in Australiens Cloud-Infrastruktur und die neue Initiative „Microsoft Elevate“ in Malaysia zeigen: Gespart wird zu Hause, investiert wird global.

Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 27. April liefert die Antwort:

Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Microsoft