Microsoft Aktie: 37 Milliarden Dollar KI-Umsatzrate

Microsoft kürzt Stellen in China und investiert massiv in KI-Infrastruktur. Die Aktie verliert trotz starkem Cloud-Wachstum an Wert.

Die Kernpunkte:
  • Hunderte Stellenstreichungen in Peking und Shanghai
  • Azure-Cloud-Sparte wächst um 40 Prozent
  • KI-Geschäft erzielt 37 Milliarden Dollar Jahresumsatz
  • Aktienkurs fällt seit Jahresbeginn um 15 Prozent

Starke Zahlen, schwacher Kurs. Bei Microsoft klaffen operatives Geschäft und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Tech-Gigant streicht Hunderte Stellen in China. Die geopolitischen Spannungen fordern ihren Tribut.

Umbau in Fernost

Die Azure-Cloud-Sparte verkleinert ihr Team in Peking und Shanghai. Hunderte Mitarbeiter verlieren bis Anfang Juli ihren Job. Es ist bereits der dritte große Stellenabbau in China in kurzer Zeit.

Washington und Peking verschärfen die Regeln für den Datentransfer. Microsoft reagiert auf diesen Druck. Der Konzern verlagert das Tagesgeschäft zunehmend auf lokale Partner wie 21Vianet. Betroffene Angestellte erhalten Abfindungen oder Wechselangebote nach Kanada. Andere Abteilungen bleiben verschont.

Parallel dazu sorgt die Kommunikation rund um Künstliche Intelligenz für Unruhe. KI-Chef Mustafa Suleyman relativierte kürzlich seine Aussagen zum Jobverlust durch Automatisierung. Er betonte, dass KI lediglich Aufgaben übernehme, aber keine ganzen Berufe auslösche. Microsoft versucht, die rasante Entwicklung für Regulierer und Unternehmen verträglicher zu verpacken.

Milliarden für die Infrastruktur

Operativ läuft die Maschine derweil auf Hochtouren. Im abgelaufenen Quartal stieg der Umsatz deutlich. Die wichtige Azure-Sparte wuchs um 40 Prozent. Das KI-Geschäft erreicht mittlerweile eine jährliche Umsatzrate von 37 Milliarden US-Dollar.

Um dieses Tempo zu halten, nimmt das Management viel Geld in die Hand. Die Investitionen sollen im laufenden Jahr massiv steigen. Das Geld fließt primär in neue Rechenzentren und KI-Infrastruktur.

Heute gibt es zumindest einen kleinen Trost für Aktionäre. Microsoft schüttet die Quartalsdividende von 0,91 US-Dollar je Aktie aus. Die niedrige Ausschüttungsquote lässt dem Konzern viel Spielraum für künftige Anhebungen.

Abwärtstrend bleibt intakt

An der Börse verpufft diese Nachricht. Kein Wunder. Die Microsoft-Aktie notiert aktuell bei rund 344 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier fast 15 Prozent an Wert verloren.

Die Kombination aus geopolitischem Umbau und gigantischen Investitionskosten drückt spürbar auf die Stimmung. Die hohen Ausgaben erfordern zeitnah weitere Margensprünge. Rutscht der Kurs nun unter das bisherige Jahrestief von 309,35 Euro, droht ein weiterer Abverkauf.

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