Microsoft Aktie: 5.000 Stellen nächste Woche
Microsoft streicht tausende Stellen in traditionellen Bereichen, um massiv in Künstliche Intelligenz zu investieren. Gaming-Sparte leidet unter Umsatzrückgang.

- Bis zu 5.000 Stellenstreichungen geplant
- Xbox und Vertrieb besonders betroffen
- Gaming-Umsatz sinkt um sieben Prozent
- KI-Partnerschaft mit Haleon geschlossen
Microsoft vollzieht einen harten Umbruch. Der Software-Gigant streicht tausende Stellen in traditionellen Geschäftsbereichen. Das Ziel: mehr finanzielle Ressourcen für den massiven Ausbau der Künstlichen Intelligenz. Anleger beobachten den Umbau genau.
Kahlschlag bei Xbox und Vertrieb
Schon nächste Woche könnten bis zu 5.000 Mitarbeiter ihren Job verlieren. Das entspricht etwa 2,5 Prozent der weltweiten Belegschaft. Besonders hart trifft es die Xbox-Sparte, den Vertrieb und das Beratungsgeschäft. Der Zeitpunkt überrascht Marktbeobachter kaum. Microsoft nutzt den Start des neuen Geschäftsjahres im Juli traditionell für personelle Anpassungen.
Im Vorjahr strich der Konzern noch rund 9.000 Stellen. Diesmal fällt der Abbau etwas kleiner aus. Ein freiwilliges Abfindungsprogramm für ältere US-Mitarbeiter linderte den Druck vorab.
Rote Zahlen im Gaming-Sektor
In der Gaming-Abteilung brodelt es schon länger. Xbox-Chefin Asha Sharma warnte ihr Team kürzlich vor einem Weiter-so. Die Kosten für Hardware-Komponenten steigen, parallel dazu sinken die Einnahmen. Microsoft pumpte in den letzten fünf Jahren über 20 Milliarden Dollar in die Sparte.
Die aktuelle Bilanz zeigt die finanzielle Schieflage schonungslos. Der Gaming-Umsatz fiel im jüngsten Quartal um sieben Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar. Der Verkauf von Konsolen und Zubehör brach drastisch ein. Ein klares Warnsignal.
KI-Deals stützen das Geschäft
Während das Konsumentengeschäft schrumpft, liefert die neue Strategie Erfolge. Der Gesundheitskonzern Haleon unterschrieb gerade eine fünfjährige Partnerschaft mit Microsoft. Das Unternehmen weitet die Nutzung von KI-Tools wie Copilot massiv aus. Solche Abschlüsse beweisen die starke Position bei Firmenkunden.
An der Börse kämpft Microsoft indes mit einer zähen Korrektur. Die Aktie schloss am Freitag bei 342,00 Euro. Auf Wochensicht gelang zwar ein leichtes Plus von gut vier Prozent. Dennoch steht seit Jahresbeginn ein Minus von rund 15 Prozent auf der Tafel.
Auch charttechnisch bleibt das Bild angespannt. Der Kurs notiert gut zehn Prozent unter der wichtigen 200-Tage-Linie von 381,48 Euro.
Microsoft vollzieht einen riskanten Balanceakt. Eiserne Kostendisziplin im Hardware-Geschäft finanziert die aggressive Expansion im Cloud- und KI-Markt. Der kurzfristige Fokus der Investoren liegt nun auf der exakten Ausgestaltung des Stellenabbaus nächste Woche. Halten die Neuabschlüsse im Enterprise-Sektor an, bietet das gesunkene Kursniveau fundamentalen Raum für eine Erholung.
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