Microsoft Aktie: 6.000 Spezialisten für KI-Projekte
Microsoft startet mit Milliarden-Investment eine KI-Beratungseinheit und erhöht Preise für Bürosoftware. Eine Sammelklage belastet die Aktie.

- Milliardenschwere KI-Offensive gestartet
- Tausende Experten für Kundenprojekte
- Preiserhöhung für Büro-Software
- Sammelklage wegen Copilot-Versprechen
Microsoft bläst zur nächsten Stufe bei der Künstlichen Intelligenz. Der Softwarekonzern investiert 2,5 Milliarden US-Dollar in eine neue Spezialeinheit. Die „Microsoft Frontier Company“ soll Firmen direkt vor Ort bei KI-Projekten helfen.
Dafür schickt der Tech-Gigant 6.000 Branchenspezialisten und Ingenieure zu seinen Kunden. Sie entwickeln und optimieren maßgeschneiderte KI-Systeme. Microsoft garantiert dabei höchste Datensicherheit. Kundendaten fließen nicht in das Training der eigenen KI-Modelle.
Teure Expansion
Das Ziel: Ein deutlich höheres Tempo beim Geldverdienen. Parallel baut Microsoft seine Infrastruktur massiv aus. Allein im ersten Quartal 2026 stiegen die Mietverträge für Rechenzentren um 41 Milliarden US-Dollar.
Kunden spüren die Kosten dieser Expansion bereits. Seit Anfang Juli gelten höhere Preise für Büro-Software. Die Einstiegsversion verteuert sich um satte 16 Prozent.
Juristischer Gegenwind
An der Börse dominiert derzeit die Skepsis. Die Aktie schloss am Freitag bei 342,00 Euro. Damit liegt der Kurs deutlich unter seinem alten Höchststand. Seit Jahresbeginn verbuchen Anleger ein Minus von rund 15 Prozent.
Ein Grund für die Schwäche ist rechtlicher Natur. In den USA formiert sich eine Sammelklage gegen den Konzern. Die Kläger werfen dem Management vor, Investoren getäuscht zu haben. Microsoft habe falsche Erwartungen an den KI-Assistenten Copilot geweckt.
Auslöser war ein Kursrutsch Ende Januar. Nach schwachen Nutzerzahlen für das Premium-Produkt brach die Aktie kräftig ein. Bis zum 11. August können sich Investoren der Klage anschließen. Am 29. Juli präsentiert Microsoft voraussichtlich seine neuen Quartalszahlen.
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