Microsoft Aktie: Absturz auf Dekadentief
Massive Investitionen in KI-Infrastruktur bei schwacher Copilot-Nutzung belasten Microsofts Aktienkurs. Trotz robustem Kerngeschäft erreicht die Bewertung ein Dekadenminimum.

- Starker Kursverlust durch hohe KI-Ausgaben
- Geringe Nutzerakzeptanz für KI-Assistent Copilot
- Analysten halten trotzdem an Kaufempfehlungen fest
- Azure Cloud wächst weiterhin deutlich
Das erste Quartal 2026 geht für Microsoft in die Geschichtsbücher ein – allerdings aus den falschen Gründen. Während der Softwarekonzern gigantische Summen in seine KI-Infrastruktur pumpt, lässt die Nutzerakzeptanz des Vorzeigeprodukts Copilot stark zu wünschen übrig. Dieser Zwiespalt hat den Börsenwert massiv gedrückt und die fundamentale Bewertung auf ein Niveau fallen lassen, das Anleger seit einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen haben.
Teure KI-Infrastruktur trifft auf zögerliche Nutzer
Der jüngste Kursrutsch spricht Bände. Mit einem Minus von über 23 Prozent seit Jahresbeginn steuert das Unternehmen auf den stärksten vierteljährlichen Rückgang seit der globalen Finanzkrise im Jahr 2008 zu. Verantwortlich für diese Entwicklung ist die wachsende Sorge über das Verhältnis von Investitionen zu Erträgen im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
Die Kapitalausgaben sollen im Geschäftsjahr 2026 auf gewaltige 146 Milliarden US-Dollar ansteigen. Demgegenüber steht eine bisher enttäuschende Adaptionsrate beim KI-Assistenten Copilot. Von den 450 Millionen zahlenden Microsoft-365-Kunden nutzen aktuell lediglich rund 15 Millionen das neue Tool. Diese Quote von knapp über drei Prozent reicht nicht aus, um die massiven Infrastrukturkosten in den Augen der Investoren kurzfristig zu rechtfertigen.
Wall Street ignoriert den Ausverkauf
Der anhaltende Verkaufsdruck hat die Bewertung des Tech-Giganten spürbar komprimiert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis fiel zeitweise unter den Faktor 20 und markierte damit den tiefsten Stand seit Juni 2016.
Bemerkenswert ist dabei die stoische Haltung der Analysten. Trotz des historischen Verlusts an Marktkapitalisierung halten alle 53 Experten, die den Titel abdecken, an ihren Kaufempfehlungen fest. Die Schweizer Großbank UBS senkte zwar das Kursziel von 600 auf 510 US-Dollar, lobte aber gleichzeitig die strategische Reaktion des Managements. Um die Nutzung anzukurbeln, integriert Microsoft in Zusammenarbeit mit Anthropic nun eine kostenlose Erweiterung namens „Copilot Coworker“ in das bestehende System.
Intaktes Kerngeschäft
Abseits der KI-Sorgen präsentiert sich das operative Geschäft weiterhin äußerst robust. Im abgelaufenen Quartal kletterte der Gesamtumsatz um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden US-Dollar, während die wichtige Cloud-Sparte Azure sogar ein Wachstum von 39 Prozent verzeichnete.
Ende April legt Microsoft die Ergebnisse für das dritte Geschäftsquartal vor. Die dann gemeldeten Wachstumsraten bei Azure und die konkreten Abonnentenzahlen von Copilot definieren den weiteren Kursverlauf für die kommenden Monate.
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