Microsoft Aktie: Ackman gibt den Ton an

Hedgefonds-Legende Bill Ackman baut Microsoft-Position auf und treibt den Kurs. Analysten sehen Potenzial in Azure und KI.

Die Kernpunkte:
  • Ackman kauft Microsoft-Aktien
  • Kurs legt rund vier Prozent zu
  • Fokus auf Azure und KI-Wachstum
  • Gegensätzliche Position zu Loeb

Während der breite Markt am Freitag nachgab, legte Microsoft kräftig zu. Rund vier Prozent nach oben — auf knapp 426 Dollar — und damit einer der stärksten Werte im Dow Jones. Der Auslöser: Bill Ackman machte seinen Einstieg öffentlich.

Warum Ackman kauft, was andere mieden

Ackmans Hedgefonds Pershing Square begann bereits im Februar mit dem Aufbau einer neuen Position in Microsoft. Der Einstiegszeitpunkt war bewusst gewählt: Nach einem Kursrücksetzer infolge schwacher Quartalszahlen griff Pershing Square zu einem Bewertungsniveau von rund dem 21-Fachen der erwarteten Gewinne — also etwa auf dem Niveau des breiten Marktdurchschnitts und deutlich unter den Multiples, zu denen Microsoft in früheren Jahren häufig gehandelt wurde.

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Ackman bezeichnet Microsoft als „Kernposition“. Sein Argument: Der Markt unterschätze systematisch, wie tief M365 und Azure in den Betriebsabläufen großer Unternehmen verwurzelt sind. Mehr als 450 Millionen Nutzer täglich für die Office-Suite — von Word über Excel bis Teams — schaffen eine Abhängigkeit, die sich nicht leicht ersetzen lässt. Beide Segmente zusammen sollen laut Ackman rund 70 Prozent der Gewinne ausmachen.

Bei Azure verweist er auf ein Umsatzwachstum von 39 Prozent in konstanter Währung im vergangenen Quartal. Die verbreitete Skepsis, ob das Wachstumstempo haltbar sei, hält er für überzogen. Zusätzlicher Rückenwind komme von der steigenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur.

Das Chartbild bessert sich — mit Einschränkungen

Seit Jahresbeginn liegt die Aktie noch immer rund zwölf Prozent im Minus, während wichtige US-Indizes im selben Zeitraum teils deutlich zulegten. Das Papier hatte sich seit Mitte April kaum von der Stelle bewegt, während der Nasdaq 100 von Rekord zu Rekord eilte.

Der Freitagssprung brachte zumindest technische Entspannung: Die Aktie überwand die 21-Tage-Linie, die kurzfristige Trendsignale liefert. Bereits am Vortag hatte sich die 50-Tage-Linie als Unterstützung bewährt. Die 200-Tage-Linie — bei rund 463 Dollar — bleibt dagegen noch ein gutes Stück entfernt.

Interessant ist der Kontrast zu Daniel Loebs Third Point, der im ersten Quartal seine seit Ende 2022 aufgebaute Microsoft-Position vollständig liquidierte. Zwei erfahrene Investoren, die zur selben Zeit exakt entgegengesetzte Schlüsse aus denselben Daten ziehen — das zeigt, wie gespalten die Einschätzungen zu Microsoft derzeit sind.

Der Kern der Investmentstory liegt letztlich bei Copilot und Azure. Ackmans Überzeugung fußt darauf, dass die hohen KI-Ausgaben in den kommenden Quartalen in konkretes Umsatzwachstum münden. Gelingt dieser Nachweis, dürfte der aktuelle Kursabstand zum Jahreshoch wie eine Übertreibung wirken — und der Einstieg vom Februar als einer der klügeren Züge des Jahres 2026 gelten.

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