Microsoft Aktie: Aktueller Statusbericht

Microsofts Aktie erlebt den schlechtesten Jahresstart seit der Finanzkrise 2008 — und das, obwohl das Unternehmen operativ glänzt. Ein Widerspruch, der erklärt werden muss.
Bewertung als Bremsklotz
Bis Ende Februar 2026 verlor die Aktie rund 19 Prozent. Der breite Markt notiert dagegen nur etwa drei Prozent unter seinem Allzeithoch. Die Ursache liegt weniger in schwachen Zahlen als in der Ausgangsbewertung: Zu Jahresbeginn wurde die Aktie mit dem rund 35-fachen Jahresgewinn gehandelt — ein Aufschlag, der bei einem Umsatzwachstum von unter 20 Prozent kaum zu rechtfertigen war. Als das Wachstum die hohen Erwartungen nicht übertraf, korrigierte der Markt entsprechend.
Dabei sind die Fundamentaldaten bemerkenswert solide. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte Microsoft einen bereinigten Gewinn je Aktie von 4,14 Dollar — 6,7 Prozent über den Analystenschätzungen und 24 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg um 17 Prozent auf 81,3 Milliarden Dollar. Das Cloud-Geschäft allein generierte über 50 Milliarden Dollar Umsatz im Quartal.
Kapitalrückfluss trotz Gegenwind
Trotz des Kursrückgangs signalisiert der Vorstand finanzielle Stärke: Für das zweite Quartal wurden Dividenden und Aktienrückkäufe im Volumen von 12,7 Milliarden Dollar durchgeführt — ein Anstieg von 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die neu bestätigte Quartalsdividende von 0,91 Dollar je Aktie wird am 11. Juni 2026 an Aktionäre ausgezahlt, die am 21. Mai im Aktionärsregister eingetragen sind.
Besonders auffällig: Die kommerziellen Buchungen stiegen um 230 Prozent, getrieben von großen Azure-Verträgen. Der verbleibende Auftragsbestand im kommerziellen Segment erreichte 625 Milliarden Dollar — ein Plus von 110 Prozent im Jahresvergleich.
Ausblick auf das dritte Quartal
Für das laufende dritte Quartal erwartet Microsoft Gesamterlöse zwischen 80,65 und 81,75 Milliarden Dollar. Zusätzlich enthielten die Ergebnisse des zweiten Quartals Nettobewertungsgewinne aus der OpenAI-Beteiligung von 7,6 Milliarden Dollar, die den GAAP-Gewinn deutlich beeinflussten. Das Unternehmen weist deshalb ergänzend bereinigte Kennzahlen aus, um die operative Entwicklung transparenter darzustellen.
Mit einem Kurs, der aktuell rund 26 Prozent unter dem Allzeithoch vom Oktober 2025 liegt, und einem weiterhin wachsenden Cloud- und KI-Geschäft bleibt die Frage, wann Bewertung und Fundamentaldaten wieder zueinanderfinden — die nächsten Quartalszahlen werden dafür ein wichtiger Gradmesser sein.
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