Microsoft Aktie: Bis zu 974 Schwachstellen behoben
Microsoft beseitigte bis zu 974 Schwachstellen und erweiterte Windows 11. Zugleich treiben GPT-6 Astra und HydraFusion die KI-Strategie voran.

- Bis zu 974 Sicherheitsfehler beseitigt
- Zwei aktiv ausgenutzte Zero-Days geschlossen
- Windows 11 erlaubt mehr Anpassungen
- Microsoft stellt neue KI-Funktionen vor
Der Software-Riese Microsoft hat in dieser Woche eine beispiellose Sicherheitsoffensive gestartet und gleichzeitig lang erwartete Anpassungen an seinem Betriebssystem Windows 11 vorgenommen. Mit der Veröffentlichung des Sicherheits-Updates im September adressiert das Unternehmen eine Rekordzahl an Schwachstellen, während Nutzer von neuen Freiheiten bei der Benutzeroberfläche profitieren.
Umfassende Schließung von Sicherheitslücken
Am Mittwoch veröffentlichte Microsoft im Rahmen des sogenannten Patch Tuesdays Sicherheits-Updates für eine historische Anzahl von Fehlern. Medienberichten zufolge wurden dabei zwischen 966 und 974 Schwachstellen behoben. Von diesen gelten 105 als „kritisch“, wobei der Fokus auf der Abwehr von Fernzugriffen (Remote Code Execution) lag, die in 81 Fällen adressiert wurden.
Besondere Aufmerksamkeit gilt zwei Sicherheitslücken, die bereits vor der Bereitstellung der Patches aktiv ausgenutzt wurden. Diese als Zero-Day-Lücken bekannten Schwachstellen (CVE-2026-85880 und CVE-2026-81963) stellten ein unmittelbares Risiko für die Integrität von Systemen dar.
Laut SecurityWeek wurden neben der Behebung von Berechtigungsausweitungen und Informationsabflüssen auch Fehler in Sicherheitsfunktionen korrigiert. Die Dimension dieses Updates unterstreicht die aktuellen Herausforderungen in der Cybersicherheit für den Konzern aus Redmond.
Neue Flexibilität für Windows-Nutzer
Parallel zu den Sicherheitsaspekten hat Microsoft am Dienstag das September-Update für Windows 11 ausgerollt. Das Betriebssystem erhält damit Funktionen, die von Anwendern häufig gefordert wurden. Dazu gehört die Möglichkeit, die Position der Taskleiste zu verändern und deren Größe anzupassen. Auch das Startmenü lässt sich nun individueller gestalten.
Eine weitere bedeutende Änderung betrifft die Integration der hauseigenen Suchmaschine. Nutzer haben nun die Option, Bing aus der Windows-Suche zu entfernen.
Diese Schritte zur Individualisierung der Benutzeroberfläche markieren eine Abkehr von der bisherigen, eher starren Struktur des Betriebssystems und zielen darauf ab, die Nutzererfahrung in Arbeitsumgebungen zu verbessern. Dies geschieht vor dem Hintergrund einer bereits im Juni ausgeweiteten Untersuchung der Federal Trade Commission, die sich unter anderem mit der Bündelung von Software und Cloud-Diensten befasst.
Fortschritte bei KI und Marktbewegung
Abseits der Software-Wartung treibt Microsoft seine KI-Strategie weiter voran. Anfang September kündigte das Unternehmen GPT-6 Astra an, ein leistungsfähigeres Modell für den Einsatz am Arbeitsplatz, das bereits von ersten Kunden auf der Azure-Plattform genutzt wird.
Zudem wurde für GitHub Copilot die Funktion HydraFusion vorgestellt. Diese bündelt verschiedene Modelle für Programmieraufgaben und soll die Kosten laut Unternehmensangaben um bis zu 67 Prozent senken.
An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt stabil. Am gestrigen Donnerstag schloss die Aktie bei 424,30 Euro, was einem Plus von 0,4 Prozent entsprach. Damit notiert der Wert aktuell 14 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt und weist seit Jahresbeginn eine Performance von 2,7 Prozent auf. Anleger blicken nun auf den 27. Oktober, wenn Microsoft die Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vorlegen wird.
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