Microsoft Aktie: Charttechnik trübt sich ein
Microsoft hielt sich beim KI-Ausverkauf vergleichsweise stabil; ein Rückzug aus einem britischen Rechenzentrumsvorhaben bleibt ungeklärt.

- Doppeltes Scheitern an 551,05 US-Dollar
- Keilformation signalisiert nachlassende Kursdynamik
- Microsoft verlor binnen zwei Wochen kaum
- Rückzug aus Loughton-Projekt, Gründe unbekannt
Microsoft hält sich im KI-Ausverkauf besser als viele Chip-Werte, doch der Chart wirft Fragen auf. Die Aktie notiert bei rund 529 US-Dollar und steckt in einer Zone, in der Rekordhoch und Abwärtsrisiken nah beieinanderliegen. Hinzu kommt eine Nachricht aus Großbritannien, die den Blick auf die Rechenzentrumspläne lenkt.
Doppelhoch als Warnsignal
Im Spätsommer 2025 scheiterte die Aktie bei 551,05 US-Dollar zweimal am Ausbruch. Danach fiel sie bis auf die Unterstützung bei 350 US-Dollar zurück. Von dort gelang eine Erholung in Richtung Rekord, doch auf Wochenbasis prallte der Kurs erneut nach unten ab.
Die Indikatoren MACD und RSI deuten auf eine zuvor überkaufte Lage hin. Seit Anfang August hat sich zudem ein steigender Keil gebildet. Diese Formation steht häufig für nachlassende Dynamik. Ein klares Verkaufssignal ist das noch nicht, eine Trendwende nach unten gilt als unbestätigt.
Charttechniker markieren drei Schwellen:
- Unter 490 US-Dollar könnten Abschläge bis 466 und 454 US-Dollar folgen.
- Ein Wochenschluss unter 350 US-Dollar würde eine mittelfristige Trendwende nahelegen.
- Über 551,05 US-Dollar wären 601,75 und 655,78 US-Dollar denkbar.
Relative Stärke im KI-Rücksetzer
Der Ausverkauf vom 13. bis 16. Oktober traf vor allem Chipwerte und schuldenfinanzierte KI-Infrastruktur. Auslöser waren Finanzierungssorgen rund um CoreWeave. Der Nasdaq 100 verlor in der Woche gut drei Prozent.
Microsoft blieb über zwei Wochen ungefähr unverändert, mit einem schwächeren Wochenschluss von minus 2,2 Prozent. Bei Accenture, Cognizant oder Intuit fiel das Plus deutlich größer aus. Anbieter, die KI an Kunden verkaufen, hielten sich besser als jene, die sie bauen. Microsoft liegt mit eigenen Investitionen und Softwaregeschäft dazwischen.
Rückzug in Loughton
Dazu kommt eine Meldung vom Wochenende: Microsoft hat sich einem Zeitungsbericht zufolge aus einem Rechenzentrumsprojekt im englischen Loughton mit dem Cloud-Anbieter Nscale zurückgezogen. Die Gründe sind unklar, eine Stellungnahme der Unternehmen lag zunächst nicht vor.
Nscale hatte im September einen Börsengang in den USA beantragt. Microsoft gilt laut Prospekt als einer der beiden wichtigsten Kunden. Der Schritt dürfte Marktbeobachter beschäftigen, auch wenn die Tragweite offen bleibt.
Die nächsten Termine stehen fest. Die US-Notenbank tagt am 27. und 28. Oktober, zudem legen mehrere Technologiekonzerne ihre Quartalszahlen vor. Hält Microsoft die Marke von 490 US-Dollar, bleibt der Weg zum Rekordhoch bei 551,05 US-Dollar offen.
Microsoft-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Microsoft-Analyse vom 19. Oktober liefert die Antwort:
Die neusten Microsoft-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Microsoft-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Microsoft: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




