Microsoft Aktie: Doppelschlag trifft Hardware

Microsoft erhöht die Preise seiner Surface-Geräte um bis zu 500 Dollar und kämpft mit einem branchenweiten Speicher-Engpass. Der Quartalsbericht Ende April wird zeigen, ob das Azure-Wachstum die Hardware-Schwäche ausgleichen kann.

Die Kernpunkte:
  • Drastische Preiserhöhungen für gesamte Surface-Produktlinie
  • Branchenweiter Chip-Engpass bei DRAM- und NAND-Speicher
  • Quartalszahlen am 29. April entscheiden über KI-Investitionsrendite
  • Analysten halten an optimistischem Kursziel von 641 Dollar fest

Preiserhöhungen von bis zu 500 Dollar, ein Chip-Engpass der die gesamte PC-Branche erfasst — und mittendrin ein Quartalsbericht, der über die KI-Wette entscheidet. Microsoft kämpft gerade an zwei Fronten gleichzeitig.

Surface-Geräte deutlich teurer

Am 13. April hat Microsoft die Preise seiner gesamten Surface-Produktlinie drastisch angehoben. Das 13-Zoll Surface Pro und das 13,8-Zoll Surface Laptop kosten nun jeweils 1.499,99 Dollar — 500 Dollar mehr als bisher. Das 12-Zoll Surface Pro, das erst letztes Jahr für 800 Dollar als günstiges Einstiegsgerät gestartet war, kostet jetzt 1.050 Dollar.

Als Begründung nennt Microsoft gestiegene Kosten für Speicher und Komponenten. Die Erhöhungen gelten auch in Großbritannien: Das 13-Zoll Surface Laptop kletterte von 899 auf 1.099 Pfund.

Der Chip-Engpass trifft die gesamte Branche

Hinter den Preiserhöhungen steckt ein strukturelles Problem. Weltweit fehlt es an DRAM- und NAND-Flash-Speicher — und der Engpass könnte bis 2027 anhalten. Der Grund: Samsung, SK Hynix und Micron priorisieren die Produktion von KI-tauglichem Hochleistungsspeicher (HBM) gegenüber herkömmlichem Verbraucherspeicher.

Die Folge: Wer konventionellen DRAM oder NAND braucht, kämpft um schwindende Bestände. Gartner erwartet, dass die weltweiten PC-Auslieferungen 2026 um mehr als zehn Prozent sinken werden.

Für Microsoft hat das auch strategische Konsequenzen. Die Surface-Geräte galten bislang als attraktive Alternative zum MacBook Air. Jetzt ist das MacBook Air in vielen Konfigurationen deutlich günstiger — ein ungünstiger Moment, da Microsoft seine Copilot+-Initiative gerade über die Surface-Linie vermarktet.

Bernstein stützt die Aktie — Zahlen am 29. April

Trotz des Hardware-Gegenwinds legte die Aktie am Montag um rund 2,5 Prozent zu. Bernstein bekräftigte das „Outperform“-Rating und ein Kursziel von 641 Dollar. Die Analysten argumentieren, der Abstand zwischen KI-Investitionen und Umsatzwachstum sei ein Timing-Problem — kein strukturelles. Azure-Wachstum solle im dritten Quartal anziehen und im vierten mindestens gleich stark bleiben.

Die Aktie notiert aktuell bei rund 333 Euro und liegt damit rund 17 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau. Seit dem 52-Wochen-Hoch von 467 Euro fehlen knapp 29 Prozent.

Am 29. April legt Microsoft die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Das Management erwartet einen Umsatz zwischen 80,65 und 81,75 Milliarden Dollar — ein Plus von rund 16 Prozent. Ob das Azure-Geschäft diese Erwartung trägt oder die Margen unter dem KI-Investitionsdruck nachgeben, wird der Bericht zeigen.

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