Microsoft Aktie: Ein Störfaktor?

Microsofts Umsatz übertrifft Erwartungen, doch die explodierenden Ausgaben für KI-Infrastruktur drücken die Aktie. Analysten sind über die Bewertung gespalten.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz übertrifft Erwartungen, Investitionen steigen stark
  • Azure wächst kräftig, Hardware-Sparte schrumpft
  • Aktie verliert deutlich nach Quartalszahlen
  • Analysten passen Kursziele unterschiedlich an

Microsoft hat solide Quartalszahlen vorgelegt – und wird trotzdem abgestraft. Der Grund: Die Investitionen in künstliche Intelligenz explodieren förmlich. Während die Cloud-Sparte Azure kräftig zulegt, fragen sich Anleger zunehmend, wann sich die Milliarden-Ausgaben auszahlen werden.

Die Rechnung geht nicht auf

Das zweite Geschäftsquartal 2026 (bis Ende Dezember 2025) brachte Umsätze von 81,3 Milliarden Dollar – mehr als die erwarteten 80,3 Milliarden. Eigentlich ein Grund zur Freude. Doch die Kehrseite wiegt schwerer: Microsoft gab im gleichen Zeitraum 37,5 Milliarden Dollar für Investitionen aus, ein Plus von rund 66 Prozent im Jahresvergleich. Das Geld fließt vor allem in Rechenzentren und KI-Infrastruktur.

Die Börse reagierte prompt. Am Dienstag verlor die Aktie 2,87 Prozent und schloss bei 411,21 Dollar. Die Sorge ist offensichtlich: Wann werden diese massiven Ausgaben zu entsprechenden Gewinnen führen? Der freie Cashflow steht unter Druck, die Margen könnten leiden.

Zweigeteiltes Bild

Microsofts Geschäft entwickelt sich höchst unterschiedlich. Die Intelligent Cloud-Sparte wuchs um 29 Prozent auf 32,9 Milliarden Dollar. Azure allein legte um 39 Prozent zu und übertraf damit die Prognosen. Die Nachfrage nach Cloud-Diensten bleibt stark.

Ganz anders das Bild im Hardware-Geschäft. Die Sparte „More Personal Computing“ schrumpfte um 3 Prozent auf 14,3 Milliarden Dollar. Verantwortlich dafür:

  • Schwache Windows-OEM-Lizenzen
  • Rückläufige Surface-Verkäufe
  • Xbox-Hardware mit einem Minus von 32 Prozent

Analysten justieren nach

Goldman Sachs senkte das Kursziel von 655 auf 600 Dollar, hält aber an der Kaufempfehlung fest. Phillip Securities tat genau das Gegenteil: Am 1. Februar stuften die Analysten die Aktie von „Moderate Buy“ auf „Strong-Buy“ hoch. Ihr Argument: Der Rücksetzer bietet eine Einstiegschance.

Technisch wird es spannend. Die Marke von 400 Dollar gilt als psychologisch wichtige Unterstützung. Rutscht die Aktie darunter, dürfte die nächste Auffangzone bei rund 370 Dollar liegen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Anleger bereit sind, Microsoft Zeit für die KI-Wette einzuräumen – oder ob der Druck zunimmt.

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