Microsoft Aktie: Entscheidende Wochen!
Die Microsoft-Aktie erholt sich nach einer Bernstein-Analyse deutlich, steht aber vor einem wichtigen Faktencheck am 29. April. Der Quartalsbericht soll zeigen, ob Azure-Wachstum und Copilot die hohen KI-Investitionen rechtfertigen.

- Starke Kurzerholung nach positiver Bernstein-Studie
- Bewertung auf niedrigstem Niveau seit über einem Jahrzehnt
- Entscheidender Quartalsbericht am 29. April erwartet
- Hohe KI-Investitionen von über 120 Milliarden Dollar
Innerhalb von nur drei Handelstagen legte die Microsoft-Aktie rund zehn Prozent zu — eine der stärksten Kurzzeit-Erholungen seit 2020. Trotzdem bleibt das Bild gespalten: Das Papier notiert noch immer mehr als 23 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch und hat seit Jahresbeginn rund elf Prozent verloren.
Bernstein hält dagegen
Den Anstoß zur Erholung gab eine vielbeachtete Analyse von Bernstein. Die Investmentbank wies Bedenken über Microsofts aggressive Investitionsstrategie zurück und verwies auf einen typischen Zeitversatz: Zwischen dem Aufbau von KI-Infrastruktur und der daraus resultierenden Umsatzwirkung liegen naturgemäß mehrere Quartale. Bernstein bekräftigte ein Kursziel von 641 Dollar und stufte die Capex-Debatte als möglichen Kurstreiber ein — nicht als Risiko.
Ferner betonte Bernstein, dass ein Teil der Ausgaben auf Copilot entfällt, das bereits Einnahmen aus margenstarken Software-as-a-Service-Angeboten generiert. Für Azure erwartet die Bank eine Beschleunigung im dritten Quartal, die sich im vierten Quartal fortsetzen oder sogar verstärken soll.
Bewertung auf neuem Niveau
Die Bewertungsverschiebung ist bemerkenswert. Microsoft handelt derzeit zum 23-fachen Gewinn — vor einem Jahr waren es noch fast 40. Das bedeutet: Der Konzern ist mittlerweile günstiger bewertet als der S&P 500, der auf dem 24,5-fachen Gewinn notiert.
Parallel dazu hat die Aktie drei Wochenabschlüsse in Folge unterhalb des 200-Wochen-Durchschnitts verzeichnet — ein Niveau, das zuletzt vor mehr als 13 Jahren unterschritten wurde. Hauptgrund in den Augen vieler Investoren: die schiere Größe der KI-Investitionen. Microsoft steuert auf mehr als 120 Milliarden Dollar Capex für 2026 zu. BNP Paribas senkte daraufhin das Kursziel, behielt aber die Outperform-Einstufung bei — kritisiert wurde vor allem, dass 40 Prozent der neu aufgebauten Kapazitäten für eigene Workloads reserviert sind.
Copilot und der 29. April
Wie schnell Copilot kommerziell Fahrt aufnimmt, bleibt eine offene Frage. Bank of America schätzt die zahlenden Nutzer auf rund 15 Millionen — das entspricht etwa 3,5 Prozent der kommerziellen Microsoft-365-Basis. Agentenbasierte Workflows und neue Kollaborationsfunktionen könnten die Durchdringung beschleunigen, so die Analysten.
Den nächsten harten Faktencheck liefert der 29. April. Dann veröffentlicht Microsoft nach US-Börsenschluss die Zahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026. Analysten rechnen mit einem bereinigten Gewinn je Aktie von 4,04 Dollar — ein Plus von knapp 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal — sowie mit einem Umsatzwachstum von 16 Prozent. In den vergangenen vier Quartalen hat Microsoft die Erwartungen jeweils übertroffen. Von 49 Analysten empfehlen 41 die Aktie mit „Strong Buy“. Ob Azure-Wachstum und Copilot-Monetarisierung die Capex-Skepsis endgültig verdrängen, entscheidet sich in knapp zwei Wochen.
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